Archiv für Juni 2007

Ströbele erinnert sich nicht im Internet gewesen zu sein

Ein Beitrag zum Themengebiet Blogosphäre, geschrieben am 28. Juni 2007 von Thomas Arndt

Thomas Knüwer von Indiskretion Ehrensache hat heute über ein lustiges Video aus dem ARD-Morgenmagazin geschrieben. Dort befragen Kinderreporter Politiker zu ihrer Internetkompetenz.

Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele sagt darin auf die Frage, ob er schonmal im Internet war:

Ins Internet äh bin ich, glaube ich, einmal oder zweimal bisher gegangen

Seltsamerweise ist Ströbele Mitglied des dol2day e.V. Vereins für multimediale Partizipation. Und das schon seit geraumer Zeit und als mehrfacher Chatgast (sogar schon 2002).

Ströbele war also zumindest schon fünfmal im Internet um mit den Nutzern von dol2day, einer Art Politikspiel, das so ein bisschen ist wie Web 2.0, zu chatten.

Irgendjemand muss sich jetzt veralbert vorkommen, entweder die Kinderreporter und Herr Knüwer oder die Betreiber von dol2day, die im Falle das Ströbele oben die Wahrheit sagt, in Wirklichkeit mit jemand ganz anderem (Helmut Kohl?) gechattet haben. Oder Herr Ströbele hat es einfach nur vergessen, er ist ja auch nicht mehr der jüngste.

Etappensieg für kritisches Call-In-TV-Forum

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 28. Juni 2007 von Thomas Arndt

Marc Doehler, Betreiber des Internetforums call-in-tv.de und eines dazugehörigen Weblogs, darf möglicherweise weiterhin den Begriff “verwirrte Anrufer” für Anrufer bei TV- Gewinnspielsendungen des Veranstalters Callactive (ähnlich 9Live) verwenden. Callactive hatte den Marc Doehler zunächst abgemahnt und dann, nachdem Doehler die Abmahnung zurückwies, eine einstweilige Verfügung beim Landgericht München beantragt (AZ 20 O 10511/07). Das Landgericht München wies diesen Antrag jetzt zurück. Callactive kann allerdings noch Rechtsmittel einlegen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Doehler hervor (im Original bei blogmedien).

Hintergrund der Geschichte ist, dass auf Doehlers Seiten behauptet wurde, die Firma Callactive würde in ihren Gewinnsendungen “Fake- bzw. Scheinanrufe” platzieren, um Teilnehmer zum Mitmachen zu animieren. Nach einer Abmahnung richtete Doehler eine Wortsperre ein, die die beiden Begriffe durch “verwirrte Anrufer” automatisch ersetzt. Callactive ist der Auffassung, dass es sich hierbei um ein Synonym handelt, dass von jedem im Sinne von “Fake- Und Scheinanrufern” verstanden würde. Dies sei für die Firma Callactive existenzbedrohend, gibt Blogger Stefan Niggemeier die Argumentation der Anwälte von Callactive wieder.

Das Landgericht München ist allerdings anderer Aufassung, was die “verwirrten Anrufer” betrifft:

Unter der Formulierung ‚verwirrte Anrufer’ sind nach objektivem Verständnis solche Anrufer zu verstehen, die sofort auflegen oder plötzlich keinen Ton herausbringen. Dies kommt gerichtsbekannt im Rahmen der Sendungen der Antragstellerin auch vor. […] Es handelt sich lediglich um die objektive Beschreibung der Tatsache, dass zahllose Anrufer sich als Blindgänger entpuppen. […] Dem Antragsgegner muss es möglich sein, sein kritisches weblog aufrechtzuerhalten. Dies wäre ihm jedoch verwehrt, wenn man ihm jede Formulierung untersagen würde, aus der Nutzer, die seine Seite schon vorher kannten, möglicherweise den Schluss ziehen könnten, er wolle damit sagen, bei den Sendungen der Klägerin gebe es unter Umständen ‚Fake’-Anrufer.

Unabhängig davon befindet sich Marc Doehler weiterhin in einem anderen Rechtsstreit mit Callactive. Neben den verwirten Anrufern waren auch die “Fake- und Scheinanrufer” in Doehlers Forum trotz Unterlassungserklärung aufgetaucht. Bei diesem Verfahren (LG Berlin, Az. 27 O 500/07) geht es um einen Streitwert von insgesamt 20.693,70 Euro. “Eine Entscheidung in der Vertragsstrafensache dürfte nicht vor Ende des Jahres fallen”, teilte Doehlers Rechtsanwalt Frank Metzing auf Anfrage von Medienblogger mit.

Blogger sind Loser

Ein Beitrag zum Themengebiet Blogosphäre, geschrieben am 27. Juni 2007 von Thomas Arndt

Bei den Bloggern, die heute (Nachtrag: oder gestern) auf der Vorstellung des Buches “Die Alphajournalisten” dabei waren, kann man Amüsantes lesen. Stern-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges hat dort nämlich einen auf Don Alphonso gemacht, wie Matthias Kiesselbach pointiert feststellt.

Jörges soll auf der Veranstaltung hinsichtlich traditioneller Medien und Weblogs gesagt haben: “Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheißhäuser nach oben kommt.” Das berichtet Medienrauschen. Und zum Web 2.0 hat sich Jörges das Schlagwort - !Achtung jetzt kommts! - “loser generated content” ausgedacht.

Mir gefällts aber trotzdem irgendwie. Es fasst die Einstellung etablierter Entscheider in den traditionellen Medien zur Blogosphäre irgendwie gut zusammen. Die Frage die sich stellt: Wen jene, die sich selbst, ob nun erfolglos, peinlich, unjournalistisch oder polemisch, mit den Vorgängen auf der Welt, in ihrem Linux-PC oder auch den Medien auseinandersetzen, wen solche Leute mit einer gewissen Medienkompetenz nun schon die Loser sind, wie denkt Jörges dann erst über die vielen anderen Leser einer Illustrierten, wie etwa dem Stern, die weniger kritisch im Umgang mit Medien und Informationen sind?

Doku-Soap: Sat 1 zeigt Toten

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 27. Juni 2007 von Thomas Arndt

Die trauen sich was bei Sat 1. In der heutigen Folge der Doku-Soap “Ein Job - Deine Chance” war ein Job als Bestatter zu vergeben. Eine Aufgabe dabei: der Kontakt mit dem Verstorbenen. Die erste Kandidatin muss den Verstorbenen waschen, die zweite soll die Leichenstarre aus den Händen massieren, der dritte zieht ihn wieder an. Und die ganze Prozedur festgehalten im Bild in kompletten und Nahaufnahmen des Toten (ohne Gesicht) über Minuten hinweg.

Ich kann mich spontan nicht erinnern, dass ich einen Toten derart detailliert über einen so langen Zeitraum schonmal im Fernsehen gesehen hätte. Insbesondere nicht in einem Unterhaltungsformat. Mutig, dass ausgerechnet der Familiensender Sat 1 diesen Schritt in Richtung Voyeurismus geht. Die Atmosphäre schwankte zwischen makaberer Gruselei bis hin zur unfreiwilligen Komik, als der unterkühlte Kandidat Michael erfolglos versucht dem Toten die Anzugschuhe anzuziehen.

Einerseits finde ich die Konsequenz mit der Sat 1 die Bilder gezeigt hat, gut und richtig, schließlich gehört der Tod zum Leben und es gibt keinen Grund es im TV zu tabuisieren, im Gegenteil. Aus Sicht der Bestatterin Claudia Bartholdi durchaus eine sinnvolle Entscheidung sich bei ihrer Arbeit mal über die Schulter schauen zu lassen. Gleichzeitig bin ich aber auch verwirrt, in welchem Format Sat 1 diesen ungewöhnlichen Schritt geht und minutenlang einen Toten zur besten Sendezeit in allen Details präsentiert.

Medienwächter wollen mehr Macht

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, Politikum, geschrieben am 27. Juni 2007 von Thomas Arndt

Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) hat zu Beginn dieser Woche neue Regeln für Fernsehgewinnspiele verabschiedet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Abeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) hervor.

Als Kernpunkte der neuen Richtlinien nennt die Direktorenkonferenz den Abbau von künstlichem Zeitdruck durch die Moderation, die Offenlegung der technischen Mechanismen, eine Dokumentation der ausgezahlten Gewinne und klare Referenzen bei Wortsuchspielen.

Gleichzeitig bekräftigten die Medienwächter nochmal die Forderung nach einer rechtlichen Grundlage “für das Einschreiten bei rechtswidrigen Fernseh-Gewinnspielsendungen”.

“Die momentane Rechtsgrundlage ist eine unsichere”, sagt Uta Spies, Pressesprecherin der ALM gegenüber Medienblogger. Bei Verstößen könnte es nach den Plänen der Medienwächter grundsätzlich zunächst zu einer Beanstandung kommen. Reagiert der Gewinnspielveranstalter nicht darauf oder stellt er die beanstadte “Rechtswidrigkeit” nicht ab, könne ein Bußgeld folgen oder in besonders schweren Fällen noch härtere Konsequenzen wie die Einstellung des Programms, führt Spies aus.

Bislang handelt es sich bei diesen Überlegungen nach einer rechtlichen Grundlage um die Wünsche der Landesmedienanstalten, die natürlich mehr Macht wollen, und um eine Forderung an den den Gesetzgeber. Die DLM will hierzu einen Vorschlag unterbreiten. Nach eigener Darstellung wurde von den Ländern eine mögliche Aufnahme in den 10. Rundfunkänderungs-Staatsvertrag signalisiert.

Die neuen Richtlinien gibt es hier zum Download.

Mehr zum Thema Fernseh-Gewinnspiele auf diesem Blog.

Grunz, Grunz, Grunz

Ein Beitrag zum Themengebiet Blogosphäre, geschrieben am 26. Juni 2007 von Thomas Arndt

Kaum liest man mal ein paar Tage nicht in allen Blogs, verpasst man schon wieder das Beste. Der Chronistenpflicht folgend, werde ich jetzt auch ein paar Zeilen dazu schreiben.

Vor kurzem hatte der Blogger Don Alphonso ja unter anderem die Turi2 GmbH in der Mangel, weil Peter Turi über ihn geschrieben hatte, er würde vom Erbe seiner Eltern leben und den Beitrag bei einem inzwischen eingestellten Vanity Fair-Blog mit einem Bild der Person Rainer Meyer bebildert hatte, also dem Menschen, der vermutlich die Kunstfigur Don Alphonso erschaffen hat. Siehe hier und hier.

Die neue Geschichte, die jetzt mal wieder die halbe Blogosphäre erschütterte, handelt diesmal nicht von einem geschäftstüchtigen Blogger und Unternehmer, sondern von einer Studentin. Kann man alles hier oder hier nachlesen.

In Kurzform: Don Alphonso hatte bei einem Vortrag vor Leipziger Studenten etwas darüber gesagt, dass Journalisten zynische Drecksschweine seien. Die betreffende Studentin und Bloggerin zitierte das mit “alle Journalisten” und fügte ein paar Gedanken hinzu, wonach Rainer Meyer dann wohl auch ein solches Drecksschwein wäre, insofern er als Journalist arbeitet. Meyer drohte laut Stefan Niggermeiers Blog mit juristischen Schritten, die Studentin entfernte den Eintrag.

Ich finde es ehrlich gesagt eine Unverschämtheit, in welcher Art und Weise Don Alphonso sich in dieser Sache verhalten hat. In der Sache mit Peter Turi und der Abmahnung hatte Don Alphonso noch groß geschrieben, wie sehr es ihm ja missfallen würde, Blogger abzumahnen:

Es ist innerhalb der Blogosphäre wie Kampfhubschrauberfliegen im Wohnzimmer, es ist der Tiefflieger in der Tempo30-Zone, und ich gebe hier gern offen zu, dass es in meinem Fall ein entscheidender, vielleicht sogar der entscheidende Punkt war, dass die Gegner eben keine Blogger waren, sondern zwei kommerziell agierende Medienfirmen, die mit dem, was sie taten, primär einen Geschäftszweck verfolgten.

Juristische Schritte unternommen, das hat er diesmal ja nicht, da die Leipziger Studentin nachgegeben hat. Die Androhung solcher juristischer Schritte allein, auch verbunden mit den Reaktionen Don Alphonsos in den (Kommentar)-Diskussionen werfen jedenfalls kein gutes Licht auf ihn.

Nachtrag 27. Juni: In den Kommentaren finden sich inzwischen Statements von Don Alphonso, Seminarleiter Florian Steglich und der Studentin. Don Alphonso widerspricht noch einmal der Behauptung, er hätte über alle Journalisten gesprochen und führt konkrete Beispiele an, wer gemeint sei. Florian Steglich führt auf meine Nachfrage noch einiges dazu aus, wie die Diskussion über ihn und seine Studenten gekommen ist und wie er damit umgegangen ist.

Die lieben Anzeigenkunden

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedrucktes, geschrieben am 26. Juni 2007 von Thomas Arndt

In einem Beitrag berichtete das ZDF-Magazin frontal 21 am Dienstag über den zunehmenden Einfluss der Anzeigenkunden auf die redaktionellen Inhalte von lokalen Tageszeitungen.
Moderator Theo Knoll ließ sich die Chance nicht nehmen in der Anmoderation des Beitrags ein paar Lobeshymnen auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, seine vermeintliche Unabhängigkeit und seine Recherche-Qualitäten zu singen. Geschenkt.

Viel neues gab es im Beitrag dann nicht. Das Problem ist ohnehin seit Jahren aktuell. Viele Beispiele aus dem Film kamen mir seltsam bekannt vor. So meinte mal ein Redaktionsleiter sinngemäß zu mir: “Diesen Sommer haben wir ja einen richtigen Reiseboom, damit machen wir morgen auf. Ruf doch mal ein paar Reisebüros an, was die dazu meinen, am besten die Anzeigenkunden.” Und vor kurzem diskutierte ich mit einem lokalen Unternehmer über einen Artikel einer Kollegin, welcher dem Herren so gar nicht gefallen hatte. Verständnis für Freiheit der Presse gab es da keine. Statt dessen solle man sich doch lieber gut stellen mit dem, der seine Brötchen (Anzeigen) bezahlt, hörte ich aus dem Gespräch heraus. Und oftmals gehen Redaktion auf solche Drohungen ein.

Während junge oder freie Journalisten (so wie ich etwa) zum Teil die Wahl haben, nicht auf solche Drohungen zu hören oder auch mal auf Konfrontation mit dem Redakteur zu gehen, der in Gedanken schon einen wohlwollenden Artikel ins Blatt hebt, ändert sich die Sache schnell, wenn man irgendwann fest angestellt ist. Teilweise schon betriebsblind, um den eigenen Arbeitsplatz fürchtend oder einfach ernüchtert heben viele Lokalredakteure heutzutage Artikel ins Blatt, die früher im Mülleimer gelandet wären. Solcherlei Prinzipientreue kann sich heutzutage kaum eine Redaktion leisten. Irgendwie kriegt man es als erfahrener Redakteur zur Not ja auch so hin, dass es nicht ganz so arg nach PR aussieht. Zur Not wird in Kooperation mit dem Anzeigenleiter eine publizistische Bedeutung der Eröffnung des neuen Einkaufszentrums heraufbeschworen.

Die Lokalzeitungen, von den großen Verlagen wie etwa Holtzbrinck zu Gunsten der “Premiumprodukte” ohnehin stiefmütterlich behandelt, schauffeln dabei an ihrem eignen Grab mit. Und man kann es den Akteuren oftmals nichtmal zum Vorwurf machen. Vielerorts wird noch das Beste aus der Situation gemacht. Eine Zeitung die ihren Nachrichtenwert zum großen Teil aus den PR-Abteilungen und von ihren Anzeigenkunden bezieht, wird irgendwann nicht mehr lesenswert sein. Dann ist es endgültig aus mit dem lokalen Qualitätsjournalismus. Und den braucht es ebenso wie Die Zeit, Cicero oder den Spiegel.

Drei Kurze (1)

Ein Beitrag zum Themengebiet Drei Kurze, geschrieben am 21. Juni 2007 von Thomas Arndt

Die Diskussion um den Grimme Online-Award beschäftigt Kritiker, Intellektuelle und Preisträger bis über die gestrige Preisverleihung hinaus. So beschäftigt sich Stefan Niggemeier nochmal ausführlich mit den Pannen rund um den Preis, bevor er dann doch nach Köln fährt um ihn entgegen zunehmen. Thomas Knüwer bemängelt, dass das tolle Blog-Projekt “Nach 100 Jahren möchte ich gelesen werden” bei all den Diskussionen untergeht. Mario Sixtus enthält sich gewohnt professionell. Alle Preisträger findet man hier.

Die Castings zur fünften DSDS-Staffel finden bereits ab August diesen Jahres zunächst auf Ibiza und Mallorca statt. Das berichtet der TVBlogger. Ab Herbst soll dann auch wieder in deutschen Städten gecastet werden. Außer Dieter Bohlen sind noch keine weiteren Jury-Mitglieder bekannt.

Christoph Keese, Chefredakteur von Welt Online, hat sein Weblog “Am Balken hoch über Berlin” aufgegeben. Nach den ersten (drei?) Einträgen war es ja ohnehin still geworden auf diesem Blogversuch. Was man dazu wissen sollte (wenn man es nicht ohnehin tut), steht hier. (via turi2). Keese hat seiner Glaubwürdidkeit als Online-Chef mit dieser peinlichen Vorstellung sicher keinen großen Dienst erwiesen.

Heute startet Prison Break

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 21. Juni 2007 von Thomas Arndt

RTL beginnt am heutigen Donnerstag mit der Ausstrahlung der unter anderem mit dem Golden Globe Award ausgezeichneten US-Serie Prison Break, und in der Folge dann immer donnerstags 22:15 Uhr.

Im Mittelpunkt der Serie stehen die Brüder Michael Scofield und Lincoln Burrows. Der hochbegabte und emphatische Michael begeht einen Banküberfall, um in das Gefängnis zu gelangen, in dem sein Bruder unschuldig auf die Todesstrafe wartet. Ihm wird vorgeworfen den Bruder der Vizepräsidentin ermordert zu haben. Im Gefängnis beginnt Michael mit der Umsetzung der Ausbruch-Vorbereitungen aus der Fox-River-Anstalt, an deren Planung er beteiligt war.

Zeitgleich versucht Anwältin Veronica Donovan auf juristischem Wege Linncolns Unschuld zu beweisen. Dem stehen jedoch mächtige Interessen entgegen, die zunächst durch zwei Agenten des Secret Service verkörpert werden.

Wie immer mussten die deutschen Zuschauer verhältnismäßig lange auf die Ausstrahlung der Serie warten. Im Internet kursieren die Folgen bereits in wahlweise englischer, spanischer oder französischer Sprache. Mit der Ausstrahlung von Doppelfolgen kann RTL allerdings schnell die Zeitabstand aufholen und das Publikum zumindest ein Stück weit davon abhalten aus Neugier die nächste Folge online zu schauen.

Allerdings: Die erste Folge kann man auch ganz legal bei RTL online anschauen.

Bildblog nimmt Bild in Schutz

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedrucktes, Blogosphäre, geschrieben am 15. Juni 2007 von Thomas Arndt

Das Bildblog lese ich ja eigentlich relativ selten, da ich nicht ständig eine Bestätigung darüber brauche, dass Bild “böse” ist und mich auch nicht an der Schadenfreude über irgendwelche Zahlendreher erfreuen kann.

Heute habe ich Bildblog aber dochmal gelesen. Dauerbloggerin Clarissa schreibt nämlich darüber, wie “seriöse” Tageszeitungen eine Bild-Schlagzeile zunächst (wie so oft) übernehmen, und sich dann plötzlich ihr distanzieren. Es geht um die Sache mit dem gefeuerten Abgeordneten-Chauffeur, der laut Bild angeblich entlassen wurde (was nicht stimmte). Neben dieser Kritik an Bild, kritisiert das Bildblog auch die anderen:

Aber dass die im Laufe eines Tages immer wieder nachgebesserten Dementis des Fuhrunternehmers für andere Medien offenbar geradezu reflexhaft eine höhere Glaubwürdigkeit haben als der dementierte “Bild”-Artikel selbst, den viele zunächst einfach nur nachgebetet hatten, kann man beileibe nicht nur “Bild” vorwerfen.

und weiter:

Dort hatte man sich öffentlichkeitswirksam über arbeitsrechtliche
Maßnahmen gegen einen Mann empört und war dabei fraglos übers Ziel hinausgeschossen. Ob’s aber ohne “Bild” für Göckel heute auch so ein positives Ergebnis gegeben hätte […], fragt niemand.

Bloggen für Bild heißt das beim Bildblog, denn wie Bildblog schreibt, wird man ab und zu das Gefühl nicht los, “Bild” doch irgendwie in Schutz nehmen zu müssen…