Wie J. von der ad:tech
mich zum “buzzen” verleitet

Gestern hat Thomas Knüwer vom Handelsblatt davon erzählt, dass er ohne es eigentlich zu wollen, zu einer Konferenz names ad:tech eingeladen wurde. Im Gegenzug könne er vielleicht auf seinem Blog darüber schreiben oder sogar einen Banner einfügen.

Besonders glücklich war Herr Knüwer verständlicherweise nicht darüber, weshalb er sich auch über die “PR-Strategen” der ad:tech auslies: auf sagen wir, nicht besonders charmante Art und Weise gegenüber einer Dame J., die wohl damit beauftragt ist, deutsche Blogger für die Konferenz zu rekrutieren.

Jedenfalls veranlasste Knüwers Blogbeitrag einige Kommentatoren, so auch mich, zu, ich würde sagen eher ironischen Statements.

Heike schreibt:

Hey, ich bin eine von diesen zweitklassigen BloggerInnen. Ich hab nix von J**** gehört. Sieht man mal wieder. Komplett an der Zielgruppe vorbei und ich geh wieder leer aus. Mist!

Und ich:

Als maximal drittklassiger Blogger bin ich offenbar noch nicht gut genug für solche Kampagnen. Schade, der Banner hätte sich richtig gut bei mir gemacht ;)

Heute bekomme ich (und Heike wohl auch) Post von der Dame J., in der mir bescheinigt wird, ich sei auf keinen Fall ein drittklassiger Blogger und J. würde mich selbstverständlich gerne in die Besucherliste zur ad:tech aufnehmen.

Eigentlich möchte ich aber gar nicht zur ad:tech, aber ich gehe davon aus, dass mir J. schreibt, weil sie mich zu einem Blogeintrag über die ad:tech verleiten will, was ja auch geklappt hat. Im Marketing-Webzweinull-Jargon wird das wohl auch “buzzen” genannt.

Ganz schön schlau Frau J.!

7 Kommentare zu “Wie J. von der ad:tech
mich zum “buzzen” verleitet”

  1. massenpublikum schreibt:

    Nimm mir mal diesen Kommentar nicht übel: Aber wenn Du nun eine Einladung erhälst, dann frage ich mich, welche Strategie die gute J. da verfolgt. Geht es nach Reichweite, dann bist Du (noch) der Falsche. Geht es nach “Authority”, um im technorati-Jargon zu bleiben, dann bist Du (noch) der Falsche. Wenn es nur darum geht, dass J. ihrem Chef mit irgendwelchen Blogs (J, kümmer Du Dich doch mal um dieses neumodische Blogsdings) ankommt, die die ad:tech “gecoveret” haben, dann ist nicht nur J. die Falsche sondern auch ihr Chef und damit die gesamte Agentur.

  2. Thomas Arndt schreibt:

    Also Js Chef weiß ganz sicher was Blogs sind. Die Firma bei der J arbeitet ist ja auf “Buzzen” und “virales Marketing” spezialisiert (soweit ich das recherchieren konnte). Aber ich bin kein Experte für sowas. Ich vermute einfach mal, es geht darum sich bekannt zu machen, und warum nicht auch über ein so kleines Weblog wie das hier. Kleinvieh macht auch Mist ;)

  3. massenpublikum schreibt:

    Thomas, gewiss doch. Wie gesagt: Ich will Dir damit nicht zu nahe treten. Aber sie können nicht Reichweite (im Fall von Indiskretion Ehrensache) wollen und dann Dich kontaktieren. Das sieht nach Strukturlosigkeit und Masse um jeden Preis aus.

  4. Thomas Arndt schreibt:

    Das nehme ich Dir nicht übel ;)

  5. Jens schreibt:

    Ich habe leider auch keine Einladung bekommen um sie abzulehnen. ;)

  6. Thomas Arndt schreibt:

    Komisch, dabei bist Du ja eigentlich die Zielgruppe, da Dein Blog ja auch in diesem einen Werbeprogramm ist. Aber J. meinte ja man kenne sich in der deutschen Blogosphäre noch nicht so gut aus.

  7. Christian (Am Ende des Tages) schreibt:

    Manueller Trackback: http://amendedestages.blogspot.com/2007/05/schlaumeier-i-die-pr-agentur-von-adtech.html

    […](Viele) PR-Agenturen machen den gleichen Fehler wie (viele) politische Parteien. Mit gierigem Blick auf den Etat-/Stimmengewinn versprechen Sie ihren Kunden Dinge, die sie nicht halten können - weil sie gar nicht in ihrem Einflussbereich liegen.[…]

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