“Heil Hitler, Herr Friedman”
Ein Beitrag zum Themengebiet Gedrucktes, Politikum, geschrieben am 1. November 2007 von Thomas ArndtMichel Friedman, der “ewige Jude”, Intellektueller, Moderator und Autor hat die für die Vanity Fair ein Interview mit Horst Mahler, dem “ewig Gestrigen” geführt, dem ehemaligen RAF-Anwalt, der später zum Neonazi mutierte und als einer der gefährlichsten, weil intelligentesten, Rechtsextremen in Deutschland gilt.
Das Interview kann man bei der Vanity Fair auch online lesen, und es wird vermutlich für viel Gesprächsstoff sorgen. Immerhin, könnte man meinen, es gibt doch ein Recht auf freie Rede, in Deutschland; dieses wird ja von Rechtsextremen immer wieder in Abrede gestellt, der Kampfbegriff der gleichgeschalteten Systempresse verwendet, der zuletzt in seiner ganzen Verworrenheit im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um Eva Herman neuen Auftrieb bekam und erst gestern auch hier thematisiert wurde.
“Wir veröffentlichen dieses Interview, weil wir glauben, dass es eine bessere Bloßstellung der deutschen Rechtsextremen nie gegeben hat – auch wenn er Dinge sagt, die in Deutschland verboten sind […]”, heißt es in der Einleitung, und es geht auch gut los: “Heil Hitler, Herr Friedman” begrüßt Mahler seinen Interviewer. Und danach wird es richtig verrückt.
Ein paar Auszüge:
M.F. Erkennen Sie irgendwelche Gesetze Deutschlands an?
H.M. Na sicher, die deutschen Reichsgesetze. Die sind nur im Augenblick nicht wirksam, weil die Fremdherrschaft sich darübergesetzt hat und die bestimmt.
H.M. Sie [die Juden] sind die Verkörperung eines Gottes, der nach unserem Verständnis Satan ist, und sie haben eine tragische Rolle in der Zersetzung und Verneinung des Lebens aller anderer Völker. […]
H.M. Hitler war der Erlöser des deutschen Volkes. Nicht nur des deutschen Volkes. Und er ist als Erlöser von Satan dämonisiert worden, damit jeder Gedanke an den Erlöser ausgetilgt ist im Bewusstsein der Deutschen und der Welt überhaupt.
M.F. Auschwitz ist eine Lüge?
H.M. Ja, sicher. Also Auschwitz als Konzentrationslager, Arbeitslager hat es gegeben – damit es da kein Vertun gibt –, aber die systematische Vernichtung der Juden in Auschwitz, das ist eine Lüge. Das wissen Sie auch.
Und so geht es immer weiter. Wahrscheinlich hat es so ein Interview in Deutschland noch nich gegeben. Unbedingt lesen.
Friedman hat nach Informationen der Netzeitung nach dem Gespräch Strafanzeige gegen Mahler gestellt.
Nachtrag 4.11.:
Für Spiegel Online hat, wie üblich, Henryk M. Broder, das Gespräch unter die Lupe genommen. Ergebnis: Mahler ist Sieger nach Punkten. Und Michel Friedman bescheinigt er eine pathologische Affinität zu seinem potenziellen Vernichter.

