“Heil Hitler, Herr Friedman”

Michel Friedman, der “ewige Jude”, Intellektueller, Moderator und Autor hat die für die Vanity Fair ein Interview mit Horst Mahler, dem “ewig Gestrigen” geführt, dem ehemaligen RAF-Anwalt, der später zum Neonazi mutierte und als einer der gefährlichsten, weil intelligentesten, Rechtsextremen in Deutschland gilt.

Das Interview kann man bei der Vanity Fair auch online lesen, und es wird vermutlich für viel Gesprächsstoff sorgen. Immerhin, könnte man meinen, es gibt doch ein Recht auf freie Rede, in Deutschland; dieses wird ja von Rechtsextremen immer wieder in Abrede gestellt, der Kampfbegriff der gleichgeschalteten Systempresse verwendet, der zuletzt in seiner ganzen Verworrenheit im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um Eva Herman neuen Auftrieb bekam und erst gestern auch hier thematisiert wurde.

“Wir veröffentlichen dieses Interview, weil wir glauben, dass es eine bessere Bloßstellung der deutschen Rechtsextremen nie gegeben hat – auch wenn er Dinge sagt, die in Deutschland verboten sind […]”, heißt es in der Einleitung, und es geht auch gut los: “Heil Hitler, Herr Friedman” begrüßt Mahler seinen Interviewer. Und danach wird es richtig verrückt.

Ein paar Auszüge:

M.F. Erkennen Sie irgendwelche Gesetze Deutschlands an?
H.M. Na sicher, die deutschen Reichsgesetze. Die sind nur im Augenblick nicht wirksam, weil die Fremdherrschaft sich darübergesetzt hat und die bestimmt.

H.M. Sie [die Juden] sind die Verkörperung eines Gottes, der nach unserem Verständnis Satan ist, und sie haben eine tragische Rolle in der Zersetzung und Verneinung des Lebens aller anderer Völker. […]

H.M. Hitler war der Erlöser des deutschen Volkes. Nicht nur des deutschen Volkes. Und er ist als Erlöser von Satan dämonisiert worden, damit jeder Gedanke an den Erlöser ausgetilgt ist im Bewusstsein der Deutschen und der Welt überhaupt.

M.F. Auschwitz ist eine Lüge?
H.M. Ja, sicher. Also Auschwitz als Konzentrationslager, Arbeitslager hat es gegeben – damit es da kein Vertun gibt –, aber die systematische Vernichtung der Juden in Auschwitz, das ist eine Lüge. Das wissen Sie auch.

Und so geht es immer weiter. Wahrscheinlich hat es so ein Interview in Deutschland noch nich gegeben. Unbedingt lesen.

Friedman hat nach Informationen der Netzeitung nach dem Gespräch Strafanzeige gegen Mahler gestellt.

Nachtrag 4.11.:

Für Spiegel Online hat, wie üblich, Henryk M. Broder, das Gespräch unter die Lupe genommen. Ergebnis: Mahler ist Sieger nach Punkten. Und Michel Friedman bescheinigt er eine pathologische Affinität zu seinem potenziellen Vernichter.

14 Kommentare zu ““Heil Hitler, Herr Friedman””

  1. Cem schreibt:

    So ein Interview erschreckt mich vollkommen. Was mich heute sogar noch mehr erschreckt, ist zu sehen, dass die gleichen Köpfe auch hinter der RAF gestanden haben. Es wäre 30 Jahre nach Stammheim mehr als interessant zu untersuchen, ob Mahler nun ein Einzelfall ist oder ob das tiefere Ursachen hat, dass ein und derselbe ideologische Schlüsselfigur der scheinbar diametral entgegengesetzten politischen Extremisten sind.

  2. Thomas Arndt schreibt:

    Mahler hat damals hinter der RAF gestanden, weil sie gegen den amerikanischen Imperialismus waren. Später habe er dann erkannt, dass dahinter eben die Juden stecken *lach*.

    Was würdest Du als Türke (nehme ich bei Cem) mal an, dazu sagen, dass Mahler behauptet in der Türkei herrschen die Türken. Damit meint er die säkulären aufgeklärten (demnach also jüdisch) beeinflussten Türken?

  3. Frank Brill schreibt:

    Ich schlage vor, dass sich hier nur die äußern, die das Gespräch der Herren Friedman und Mahler von vorne bis hinten gelesen haben.
    Ich weiß. wie anstrengend und quälend das ist, denn ich habe es getan.

  4. Thomas Arndt schreibt:

    Ich fands witzig, wie Friedman den Sokrates gemacht hat :)

  5. Frank Brill schreibt:

    Die Ausführungen des Herrn Mahler sind die beste Werbung für unsere Demokratie. Wer will ein neues/altes Deutsches Reich mit Leuten, die solche Ansichten vertreten?
    Dieser Mann gehört nicht in ein echtes Gefängnis, denn er lebt schon in seinem geistigen Gefängnis.
    Warum führt der Herr Friedman ein Gespräch mit einem Mann, der sich als “Nationalsozialist” empfindet und dem die NPD zu links ist? Und warum stellt er anschließend persönlich Strafanzeige gegen ihn?
    Ist das Journalismus?

  6. julia seeliger schreibt:

    Finde ich nicht gut, das zu posten.

    Das ist genau das, was die Vanity Fair damit wollte - FAME!

    Die tun so, als ob sie Mahler entlarven wollten - dabei geht’s denen
    doch nur darum, dass wir alle dieses Interview posten, drüber reden …
    letztlich also um Auflage.

    Zweifelhaft!

  7. Thomas Arndt schreibt:

    Wenn die Auflage die Triebfeder dafür ist, dass solche Interviews geführt und veröffentlich werden, dann ist das doch eine gute Sache.

    Denn nur auf dieser Ebene, auf die sich Friedman begibt, kann man gegen Antisemitismus und deutsche Allmachtsfantasien vorgehen.

    Und Kerner und Maischberger haben für viel weniger Aufmerksamkeit und Quote bekommen.

  8. Frank Brill schreibt:

    Zwei Vorbestrafte suchen die Öffentlichkeit. Vanity Fair sucht Auflage. Drei Looser! Sollen die doch unter sich bleiben.

  9. Sim schreibt:

    hey leute,
    ganz ehrlich wer denn deppen für inteligent hält ist selber schuld das isss doch sonen klenes verschumpeltes würstchen das denn hass schürt. ich persönlich musste lachen, nicht über das gespräch sondern über denn menschen, bin kein deut besser als der merk ich grade…? egal haptsache wir lassen nicht zu das sonen depp seine (sorry) dumme meinung von sich gibt! denn sollte man echt mal in ein arbeitslager stecken wo “gearbeitet” wird, nur das er die “lüge” am eigenen leib spürt. das traurige ist ja schgon das er solche sachen als bestätignug seiner kranken theroie sieht. da kann man machen was man will der idiot glaubt was andere glauben, die anderne menschen glaubten und wegen dem lache ich über ihn weil er keine eigene meinung hat unser klenes würstchen….

  10. dirk dietrich schreibt:

    “…einer der gefährlichsten, weil intelligentesten, Rechtsextremen…”

    erst raf dann rechtsradikal? das ist doch schon genug um zu wissen, daß herr mahler nicht richtig rund läuft. warum ihm also überhaupt so viel aufmerksamkeit schenken?

  11. goofball schreibt:

    Manche sind so links, dass sie rechts wieder rausgucken.
    Mahler ist unserer Aufmerksamkeit und Komentare nicht wert. Fanatische Extremisten sind nämlich keine verlässlichen Freunde sondern polarisierende Hassprediger. Aber was red ich da, genug Zeit auf diese erbärmliche Kreatur verschwendet.

  12. This and That am 21. Dezember « Cyrus Warrick - Blog schreibt:

    […] “Heil Hitler, Herr Friedman” bei medienblogger […]

  13. HEnry schreibt:

    hmm 72 Lense?
    wir warten noch zehn Jahre, dann hat auch diese Extremistensau den Löffel abgegeben.

  14. sturmi schreibt:

    mahler spricht aus was ein unschätzbar grosser teil der deutschen bevölkerung denkt… und ich gebe ihm recht, denn dass auschwitz ein massenvernichtungslager war ist ein beitrag zur deutschen geschichte, [xxx] ihr seht wie beschissen es uns deutschen geht… denkt nach!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    zensiert wg. Holocaustleugnung