Reaktionen auf Herman bei Kerner
Der Auftritt von Eva Herman bei Johannes B. Kerner beschäftigt heute die gesellschaftliche Debatte in Deutschland. Dabei sind sich die meisten Kommentatoren darüber einig, dass die Akteure der Talkshow eine miserable Figur abgeben haben. Herman, weil sie so sturr war. Kerner und der Wissenschaftler, weil sie in Eva Herman mehr sahen, als sie eigentlich ist, und Schreinemakers, Berger und Barth, weil sie nicht wirklich etwas sinnvolles beizutragen hatten.
Henryk m. Broder (Autor, Journalist), der, nicht ganz zu Unrecht, gelegentlich die Deutungshoheit über deutsche Befindlichkeiten im Zusammenhang mit der Vergangenheitsbewältigung insbesondere der des Dritten Reiches zu beanspruchen scheint, hat heute für Spiegel Online Wahres, über die Debatte um Eva Herman und ihren bizarren Auftritt bei Johannes B. Kerner geschrieben:
Hat Eva Herman die Familienpolitik des Nazis verteidigt? Die Frage ist so irrelevant wie die Art der Haarspülung, die Eva Herman benutzt. Allein, dass sie seit Wochen debattiert wird, zeigt welche Narreteien mit Priorität behandelt werden.
Und dann passierte etwas, das man sich merken sollte, wenn man seinen Kindern und Enkeln eines Tages erklären möchte, wie weit im Jahre 2007 die Hemmschwelle nicht nur bei deutschen Moderatoren, sondern auch deutschen Professoren sinken konnte. Ein bekannter Berliner Historiker, der abseits der Runde plaziert worden war, klärte das Publikum darüber auf, was Eva Herman falsch gemacht hatte: […] Und er forderte die 1958 geborene Moderatorin auf, sich “von diesem rassistischen Frauenideal zu distanzieren”, als habe er nicht Eva Herman vor sich, sondern die wiedergeborene Eva Braun.
Als Eva Herman nach genau 55 Minuten von Kerner aus dem Studio komplimentiert wurde […] es endete auch eine der längsten Antifa-Sitzungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es ist ein Antifaschismus, der sich von seinem eigentlichen Gegenstand längst verabschiedet hat und dort am besten gedeiht, wo es keinen Faschismus gibt: in einem virtuellen Raum des wohlfeilen Widerstands.
Blogger und Journalist Stefan Niggemeier merkt zur eigentlichen Qualität der Sendung treffend an:
Das war in einer an bizarren Momenten reichen Sendung einer der bizarrsten: Berger, Schreinemakers und Barth hatten deutlich gemacht, dass es ihnen unmöglich ist, ernsthaft weiterzudiskutieren, solange noch diese Nazitante dabei sitzt. […] Ohne die Nazitante, schien die Runde zu sagen, kann man nicht nur besser über gesellschaftliche Fragen diskutieren, sondern noch besser nicht über gesellschaftliche Fragen diskutieren.
Jörg Thormann von der FAZ spricht einen weiteren wichtigen Punkt an:
Als Geschlagene verließ Herman das Studio, in dem Kerner noch gut zwanzig Minuten mit den verbliebenden Dreien Belanglosigkeiten austauschte. Doch es war ein fragwürdiger Triumph des Moderators über eine angeschlagene Gegnerin, die nicht klug genug war, sich diesen Auftritt zu ersparen. Ob gewollt oder nicht: Spätestens jetzt ist Eva Herman zur Märtyerin all jener geworden, die überzeugt davon sind, dass es in diesem Land kein Recht auf freie Rede gebe.
Und Lutz Kinkel vom Stern analysiert auf teilweise humorvolle Art- und Weise die Persönlichkeit von Eva Herman:
Sie vermittelte dabei den Eindruck einer Frau, die nach Monaten in der medialen Waschmaschine in einem bedenklichen psychischen Stadium angekommen ist. Jemand, der mit Fehlern nicht mehr souverän umgehen kann. Sondern sich trotzig in Verteidigungen versteift, die für Außenstehende neurotisch klingen. Die Medien hätten sie falsch zitiert. Es sei gefährlich, über die Geschichte zu sprechen. Sie könne nicht frei ihre Ansichten zu Familie und Kindern äußern. Fehlte nur noch, dass sie von Erdstrahlen geredet hätte, die sie dauernd bedrängen würden.
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie übrigens hier anschauen.
10. Oktober 2007 um 15:53
Nicht nur Diskussionsinhalte auch Diskussionsformen können antidemokratisch sein!
10. Oktober 2007 um 15:59
Und welcher der gestrigen Akteure wäre demnach kein Demokrat gewesen?
10. Oktober 2007 um 16:04
http://tkurbjuhn.blogspot.com/2007/10/deutsche-sind-primitiv-aber-glcklich.html
10. Oktober 2007 um 16:10
Wer als Moderator eine solche Runde zusammenstellt (incl. eines ausgewiesenen und umstrittenen polemischen Wissenschaftlers), und derart einseitig eine Medienexekution inszeniert, verletzt die Grundregeln demokratischer Gesprächskultur. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Frau Berger mit ihrem Verhalten in 68er Diskussionrunden erpresserischen Erfolg hatte - diese Erregung (auch von Fr. Schreinemakers) war doch die erwartete Steilvorlage für den geplanten oder in Kauf genommenen Rauswurf von Fr. Herman. Wer deren Hinweis auf die Autobahnen (übrigens ganz deutlich nicht als das alte “Autobahn-Argument” i.S.v. Errungenschaften gebraucht!) zum Anlaß für einen hysterischen Anfall nimmt und auf diese Weise den Ausschluß eines Gastes (der im Übrigen ja mit seinem Beitrag schon durch war) erwirkt, ist ein guter Schauspieler oder Taktiker - mehr nicht!
Übrigens: Sämtliche Argumente Hermans aus der Bindungsforschung etc. hätte man doch sachlich begegen können - vorausgesetzt man könnte!
10. Oktober 2007 um 21:31
Zu Broder habe ich gerade etwas entdeckt, was mich beunruhigt: Er hat dem rechten Blatt Blaue Narzisse ein Interview gegeben. Ist er jetzt ein Nazi?
Hier der Link:
http://www.blauenarzisse.de
10. Oktober 2007 um 22:00
Wenn, dann ist er als Jude ein Zionist ;) Aber im Wesentlich schreibt er immer gerne gegen die Mehrheitsmeinung und polemisiert gerne.
11. Oktober 2007 um 12:42
Bei der anschliessenden Diskussion über die Sendung und in den meisten Kommentaren fehlt mir der Hinweis auf Frau Hermans Vorhaben, gegen den NDR und ihren Rausschmiss zu prozessieren. Vor diesem Hintergrund scheint es plausibel, dass sie sich vor der Sendung eine Strategie zurechtgelegt hatte, nach der sie möglichst wenig eigene Fehler eingestehen kann. Ausserdem glaube ich, dass sie einen extrem schlechten Tag hatte und sich anschliessend sehr über ihren schlechten Auftritt in dieser schlechten Sendung ärgert. Kerners Art zu moderieren, besonders sein naives Provozieren mit “investigativen” Fragen und das anschliessende Quittieren von Hermans zunehmend genervten Rechtfertigungen (..okay..hmhm..ja..okay..) ohne zuzuhören oder etwas zu verstehen, war für mich - wie üblich - schwer auszuhalten. Das einzig Gute an seiner Sendung ist, dass er dadurch hoffentlich weniger Zeit hat Fussballländerspiele zu kommentieren.
11. Oktober 2007 um 15:01
Ich glaube, die Bücher von Frau Herman halten wenig von dem, was sie versprechen. Ihre Thesen halte ich für fragwürdig. Eine “Nazitante” ist sie nicht.
Trotz allem ging sie für mich und viele, viele andere als moralische Siegerin aus der Kerner-Show hervor. Und ich hoffe, sie erringt wenigstens einen Teilsieg im Prozess über ihren Rausschmiss beim NDR.
Ich werde mir ihr Buch kaufen. Wahrscheinlich werde ich es nicht lesen - wie Senta Berger.
7. November 2007 um 19:43
“Wer als Moderator eine solche Runde zusammenstellt (incl. eines ausgewiesenen und umstrittenen polemischen Wissenschaftlers), und derart einseitig eine Medienexekution inszeniert, verletzt die Grundregeln demokratischer Gesprächskultur” Zitat Ende
Amen Bruder dem kann ich nur zustimmen
was da abgelaufen ist war wirklich sehr bedenklich. Schon peinlich wenn eine geplante Diskussion von vermeintlich intelligenten Menschen (den Barth mal außen vor) so abläuft. Sich schön der allgemeingültigen Meinung anschließen ohne sich selber mal gedanken zu machen nur um nach Aussen gut da zustehen. Armes Deutschland!
18. Januar 2008 um 07:44
EVA HERMAN: DAS PROBLEM BLEIBT
Drei Monate - Proteste, drei Monate - Versuche herum zu reden, Drei Monate - Schweigen der Intellektuelle.
Zunächst die Proteste: wer hätte es gedacht, dass in drei Monate mehr als 400.000 Bürger trotz der offizielle Berichterstatter, welche der Fall Eva Herman reduziert auf “Dummheit”, “Fehler”, „Überreaktion“, „Unvorsicht“ usw. doch haben alle „Punkten“ auf „i“ gesetzt. Ganz klar und ohne Wenn und Aber:
1. Die Kündigung bei NDR erfolgte aus POLITISCHE GRÜNDEN und führte damit zu BERUFSVERBOT. Diese ist GESETZWIDRIG.
2. Danach durch ZDF inszeniertes Gespräch bei Johannes Baptist Kerner war eine ÖFFENTLICHE HINRICHTUNG.
3. Tausende Menschen stellen fest: die Deutsche Demokratie wurde zu Opfer der POLITISCHEN RICHTIGKEIT also so genannten „political correctness“. Dieser „PC“ wurde über das Gesetz gestellt und als solche ist VERFASSUNGSWIDRIG.
4. Bei allen online und TV-Umfragen durchschnittlich 82% der Teilnehmer haben sich gegen den Maßnahmen der MEDIENMANIPULATION ausgesprochen.
5. Der Fall Herman wurde im Ausland von Kanada bis Australien als schädlich für Freiheit empfunden und als Zeichen der ABBAU der freiheitlichen Gesellschaft in Deutschland bezeichnet.
6. Dabei wurden folgende Zusammenhänge sichtbar geworden: GENERATION-68, HOLOCAUST-Syndrom, REPRESSALIEN STATT DISKUSSION, VERGANGENHEIT Instrumentalisierung, MEDIENMANIPULATION, „ANTISEMITISMUS“ ALS POLITISCHE WAFFE und vieles mehr als richtige Ursprung eines HEXENJAGD in Deutschland.
Der Fall Eva Herman zeigte außerdem die Mutlosigkeit der INTELLEKTUELLEN und nicht nur in Deutschland. Nur im Bereich des nationaldenkenden Journalismus (welche insbesondere in Deutschland als „rechtsextremistisch“ bewertet ist) konnte man klare Worte darüber hören. Bedeutet das etwa, dass so genannte „Globalisierung“ in diesem Fall durch Doktrin der „politischen Richtigkeit“ in die Richtung Despotie marschiert) Antwort heißt leider – JA.
Dieser monstreusen Dogmatismus, hat ja in seiner Vollkommenheit als MAULKORB für Millionen freien Menschen real geworden und des Holocaust wegen nun die Meinungsfreiheit zum Null und Nichte gemacht. In Angesicht bedrohten „Kampf der Kulturen“ ist ja zu einer Voraussetzung der GLEICHSCHALTUNG der Presse geworden und scheintoten KOMMUNISMUS nun eine typische für Bolschewismus Gehirnwäsche zum Alltag zu installieren versucht. Ich habe keine Angst von WORTPOLIZEI und sage etwas verständiger: der Fall Eva Herman ist nicht anderes als ein Versuch zu ENTARTEN der FREIHEIT als solche. Denn ich dieser Art des Terrors bereits in der UdSSR erlebt, wo eigentlich bereits 1929 der Komplex der „politischen Richtigkeit“ entstanden ist.
Die Zeit der intellektuellen Rechtfertigung des TOTALITARISMUS ist damit wie nie zuvor, trotz des GULAG ist zurückkehrt. Man merkte schon wie den Holocaust einen „Konkurrenten“ abgeschafft hat und sich selbst als „größte Verbrechung aller Zeiten“ gefeiert. Unter diesen Umständen alle Versuche mit der Vergangenheit zu beschäftigen sind durch „Empörung“ werden massiv mit den einzigen Argument „Relativierung von Holocaust bekämpft. Deutschlands Praxis der Bekämpfung des „Historischen Revisionismus“ erstmal nach 60 Jahren der Kriegsende entwickelt sich zu Muster für alle. Deutsche Regierung, EU, Intellektuelle wollen das nicht sehen. Denn Logik der von eigenem Volk verschwiegenen durch Medien Prozesse im Frühjahr 2007 hat praktisch Beweismittel bei der Rechtsprechung abgeschafft durch den „PC“ Begriff „Offenkundigkeit“. Es tobt im Lande ein Krieg gegen die freie MREINUNGSÄUSSERNG und niemand will das sehen. Die HOLOCAUST-KEULE ist zu Argument geworden.
Ganz naiv viele Bürger loben nur Eva Herman für den MUT etwas zu sagen. Und merken damit nicht, dass wenn um etwas zu sagen oder kritisieren man in einem Rechtsstaat einen MUT braucht, dann liefert man Beweis dafür, dass dieser Staat ist kein Rechtsstaat, sondern leidet an Meinungsdiktatur.
Aber man vergisst oft, dass in unseren noch nicht aus der Kraft gesetzten Verfassung Artikel 20 [Grundlagen staatlicher Ordnung. Widerstandsrecht] durch:
(4) „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist“
garantiert.
Deswegen ich sehe Notwendigkeit einer solchen gewaltlosen Widerstand, damit unser Volk, bzw. Politiker, Journalisten, Schriftsteller, Künstler nicht augrund dessen, was sie gesprochen, Geschrieben oder in Bild, Ton oder anderen medialen Möglichkeiten GEÄUSSERT haben, mit den Maßnahmen wie in Fall Eva Herman „gelyncht“ oder zum Schweigen gebracht wurden. Zuvor wurden schon nicht nur unser Bundestagspräsident Dr. Philip Jenninger, oder Martin Hohmann oder Journalist Fritjof Meier, bzw. Künstler und Schriftsteller öffentlich „gelyncht“ oder „fernsehtot“ wie Eva Herman gemacht, sondern auch nur wegen ihrer Meinung inhaftiert.
Bitte Unterstützen Sie die Bürgerinitiative gegen die Medienmanipulation:
Mahnwache gegen Medienmanipulation - für fairen Journalismus
Am 9. Februar 2008 in Hamburg
Rathausstraße 82
65203 Wiesbaden
http://meine-meinung.forumieren.de
Fon: 0611/7342730 oder mobil 0163/1486043
E-Mail: info@medien-quo-vadis.de
Die Zeit der Nichtsehens, Nichtshörens und Nichtswissens ist vorbei. Ich appelliere nicht nur an Tausenden Menschen, die bereits seine deutliche Meinung offen gesagt haben, sondern vor allem an unsere Intellektuellen und Politiker. Machen Sie mit. Unterstützen Sie unsere mündigen Bürger und sichern Sie damit, dass Sie selbst und Ihre Kinder in Freiheit weiter leben können.
Jurij Below
Freier Journalist, Frankfurt