Supper Nanny in der Kritik

Deutsches Privatfernsehen 2007. Mit dieser Szene startete die “Super Nanny” Katja Saalfrank vor kurzem in die aktuelle Staffel des beliebten und erfolgreichen Reality-Formats.

Etwas weniger assozial als der Zörbiger (Sachsen-Anhalt) Jugendliche, der seine Mutter in diesem Videoausschnitt verprügelt, waren die vertrocknete Sozialarbeiterin Heike B. und ihre strunzdumme Tochter Leonie am vergangenen Mittwoch. Doch genau die sorgen jetzt für einen Skandal: Blondchen Leonie soll einen Nervenzusammenbruch erlitten haben, aus Scham, weil sie mit der Ausstrahlung der Sendung letztlich doch nicht einverstanden war. Das berichtet Bild Online.

Gleichzeitig kritisierte das exhibitionistische Mutter-Tochter-Duo RTL wegen angeblich gestellter und überspitzter Szenen. Gegenüber der Netzeitung hat RTL diesen Vorwurf zurückgewiesen. “Es gibt kein Drehbuch. Wir fangen nur ein, was auch wirklich passiert”, sagte ein Sprecher demnach. Und weiter: “Wenn Hauptdarsteller den Dreh abbrechen wollen, ist das kein Problem. Aber wenn der Film fertig ist, wird es schwierig.”

Das Kind ist ja jetzt auch schon in den Brunnen gefallen. Aber ich bin sicher Dumpfbacke Leonie wird sich von diesem Schock schnell erholen und hat direkt etwas an Medienkompetenz gewonnen. Viel wichtiger wäre es, wenn die Landesmedienanstalten im oben abgebildeten Fall mal ein Machtwort sprechen würden. Es kann nicht sein, dass nahe an der Unmündigkeit vorsichhinvegetierende Menschen auf diese Weise im Fernsehen vorgeführt werden.

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