Die McCann-Story
Die Geschichte um die im Mai verschwundene Madeleine McCann bekam in dieser Woche durch die nun offizielle Verdächtigung zumindest der Mutter und inzwischen wohl auch des Vaters neuen Auftrieb. Es könnte die spannendste Kriminalgeschichte der Neuzeit werden. Nicht weil noch niemals Eltern (ausversehen) eines ihrer Kinder töteten, sondern aufgrund des extremen globalen Medien-Booms rund auf das verschwundene Mädchen.
Gerüchten und verschiedenen Medienberichten zufolge könnte sich die Tat so dargestellt haben: Kate und Gerry McCann sind mit ihren Kindern im Urlaub an der Algarve. Am Abend wollen sie essen gehen. Die kleine Maddie klagt über Schmerzen. Mutter Kate gibt ihr wesentlich eine zu hohe Dosis eines Schmerzmittels, bringt die Kinder zu Bett und verlässt mit ihrem Mann das Haus. Als sie zurück kommt ist die kleine Maddie tot…
Doch wie kommt das Blut der kleinen Madeleine in ein 25 Tage später gemietetes Auto, mit dem die Leiche mutmaßlich weggeschafft wurde, wie kommt Blut und Leichengeruch an das Kuscheltier des Kindes, wie an die Wand der Ferienwohnung? Die englische Boulevard-Zeitung The Sun kolportiert verschiedene angebliche Informationen aus Polizeikreisen: Es wurde ein Bibel gefunden, die genau an der Stelle geöffnet war, an der David seinen Sohn tötet. Polizeibeamte vermuteten Kate McCann könnte die Stelle gelesen haben bevor sie die Tat beging oder zum Trost nach der Tat. Das Ärzte-Ehepaar gilt als katholisch und konservativ.
Es ist eine Geschichte, die sich kein Hollywood-Autor jemals besser ausdenken könnte. Es erinnert an den Film “The Sixth Sense”, in dem eine Mutter beide Töchter vergiftet, und ihre Tat während der Trauerfeier durch den Protagonisten enthüllt wird.
Ehemann Gerry McCann weißt auf seinem Blog alle Vorwürfe zurück: “Jeder, der etwas über den 13. Mai weiß, weiß auch, dass Kate komplett unschuldig ist”. 13 Stunden hätte die portugiesische Polizei seine Frau interviewt, die Vermutung seine Frau könnte mit Maddies Verschwinden zu tun haben, sei lächerlich.
Währenddessen dreht sich in englische Presse Spiegel Online zufolge der Wind. Während The Sun den Vorschlag der portugiesischen Ermitteler Kate McCann solle ein Jahr in Haft für versehentliche Tötung gehe als “kranken Deal bezeichnete” schrieb der Daily Telegraph: “Hat man wirklich niemals ein gewisses Unbehagen verspürt angesichts ihrer Omnipräsenz in den Zeitungen und im Fernsehen?”
8. September 2007 um 23:41
Also mal im Ernst hat sich mal jemand die Frau angesehen ?? Der steht das Leid doch ins Gesicht geschrieben ! Zudem wie soll sie das gemacht haben die kleine Verschwinden zu lassen , erstens hat die Bevölkerung so wie die Polizei alles auf den Kopf gestellt und nichts gefunden und auf einmal das, da muß man doch mal sagen das die Mc Cann´s da in einem fremden Land waren und woher sollen sie wissen wohin mit der kleinen und zum zweiten standen sie nach dem Verschwinden so in der öffentlichkeit das es wohl aufgefallen wäre wenn sie ein Kind entsorgt hätten ! Ich glaube das die Polizei vor Ort keine Ahnung hat und um das ganze vor Ort zu entschärfen damit die Bevölkerung wieder in Ruhe leben kann stellen sie jetzt die armen Eltern an den Pranger ! Und dann das mit den Medikamenten ist ja wohl ein Witz beide sind Ärzte die sind nicht dumm !! Na ja abwartenwas passieren wird !!!
8. September 2007 um 23:50
Noch was 1 Jahr Haft wegen Mord aus versehen was ist das den daran sieht man doch das die in wirklichkeit nix in der hand haben !!
9. September 2007 um 00:31
Vielleicht wollen sie im Sinne der Familie auch einen Schlussstrich unter die Sache ziehen, weil die portugiesischen Behörden vermuten, dass die Mutter eine Schuld trägt.
Ich finde allerdings auch dass man ihr das ansieht, als das Leid.
Jedenfalls ist mit neben Sixth Sense noch ein Film eingefallen, indem eine Mutter ihr verschwundenes Kind sucht und es in Wirklichkeit selbst auf dem Gewissen hat. Leider fällt mir der Titel nicht ein.
Edit: Der Film heißt Freedomland mit Juliane Moore. Schau Dir den mal an Anke, da Dich da Thema interessiert. Der passt irgendwie gerade genau zu diesem Thema.
9. September 2007 um 11:06
ich hoffe, daß die kleine Madeleine lebt, wirklich glauben kann ich es nicht und ich wünsche mir, daß die Eltern wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig vom Ausgang dieses Dramas. Es kann ja wohl nicht sein, daß zwei intelligente Menschen, 3 Kleinkinder alleine zurücklassen, die sich nicht helfen können, wenn nur eins zum Schreien anfängt, und gemütlich zum Essen gehen. Wer so etwas tut handelt nicht verantwortungsvoll - ich weiß gar nicht, wie einige Medien und die McCanns selbst sich als verantwortungsvoll darstellen können. Wahrnehmungsstörung nennt man das auch.
Ich frag mich schon lange, woher der Täter wußte, daß die Kinder alleine sind, denn ich gehe nicht davon aus, daß das Zufall war. Entweder hat er die Eltern nur an diesem Abend beobachtet oder die Eltern haben das regelmäßig so gehandhabt oder der/die Täter sind die Eltern und mitschuldig sind sie in meinen Augen sowieso.
Ja, man sieht ihr das Leid an, aber sie weiß auch von ihrer (Mit)schuld: sie hat ihre 3 kleinen Kinder allein gelassen, um sich einen schönen Abend zu machen. Da hätte ich auch Leid in meinem Gesicht.
Armes, kleines Mädchen…
9. September 2007 um 14:25
[…] medienblogger.net ff. (Die McCann-Story - Die Geschichte um die im Mai verschwundene Madeleine McCann bekam in dieser Woche durch die nun offizielle Verdächtigung zumindest der Mutter und inzwischen wohl auch des Vaters neuen Auftrieb. Es könnte die spannendste Kriminalgeschichte der Neuzeit werden.) […]
9. September 2007 um 17:31
Ganz ehrlich, WER hat jemals tiefe Trauer in den Gesichtern der Eltern gesehen (Psychopharmaka-ganz ok in dieser Situation-, andere Gründe???) ICH nicht. Möge nicht wahr sein was ich fühle.
9. September 2007 um 17:42
Ist natürlich anhand von TV-Bildern und Fotos auch schwer zu beurteilen.
11. September 2007 um 20:26
@Daily Telegraph: “Hat man wirklich niemals ein gewisses Unbehagen verspürt angesichts ihrer Omnipräsenz in den Zeitungen und im Fernsehen?”
Ja WER hat denn die ganzen Berichte gedreht und geschrieben, die McCanns vielleicht?
Bis zum Beweis des Gegenteils muss man davon ausgehen, dass die Leute wirklich die besorgten Eltern sind, die eben ihr möglichstes tun, um ihr Kind wieder zu bekommen.
Wenn die portugiesische Polizei die McCanns ernsthaft im Verdacht gehabt hätte, hätten sie sie wohl kaum mit Polizeieskorte aus dem Lande bugsiert, nachdem diese ganzen Verdachtsmomente aufgetaucht sind. Natürlich können sich auch Ärzte, gerade wenn sie nahestehende Personen behandeln, auch mal übel mit einem Medikament oder einer Behandlung vertun. Aber würden diese Leute dann so kaltschnäuzig sein, ihr eigenes Kind irgendwo “verschwinden” zu lassen? Selbst wenn es der Vater oder die Mutter allein gewesen wären und die Entführung nur vorgetäuscht war - jemand der so was tut, müßte so irre sein, dass es raucht - und das müsste doch sicher den Freunden und Verwandten der McCanns aufgefallen sein.
Meine These ist die, dass der Täter irgendwie zum Umfeld des Hotels gehörte und die Gegebenheiten da gut kannte. Oder ist Maddie vielleicht allein da raus spaziert? Am Ende liegt das arme Kind da jetzt in einem Keller oder Schrank, wo einfach noch keiner reingeschaut hat. Dass die Eltern die Kinder in dem Zimmer eingeschlossen hatten, steht auch nirgendwo berichtet, oder?
10. Oktober 2007 um 22:28
Birgit schreibt mir voll aus Seele. Jede ihrer Ausführung ist inhaltlich richtig! Welche Eltern machen sich vergnügliche Stunden und lassen
ihre drei Kinder allein? Angeblich sollen in den paar Stunden 14 Flaschen Wein geleert worden sein.Es soll in dem Tagebuch der Mutter gestanden
habe, dass Maddie hyperaktiv sei und schwierig wäre.
Hoffentlich findet man Maddie, auch wenn Sie nicht mehr leben sollte!