Wie eine Diskussion um rechtes Gedankengut scheiterte

Bei Stefan Niggemeier gabs heute eine interessante Diskussion. Niggemeier hatte festgestellt, dass es im Internet dumme und unqualifizierte Meinungen oder Kommentare gibt, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden können. Das schreibe ich mit Absicht so, da es der Alltag im Internet ist.

Es geht um einen Artikel in Welt Online, der über einen fremdenfeindlichen Übergriff auf einen indischstämmigen Studenten in Dresden berichtet.

Darunter befinden sich typische Kommentare nach dem Motto: Die Medien berichten immer nur über Gewalttaten von Nazis, aber nie von Ausländern. Solche lassen sich nicht nur den typischen Argumentationen der Rechtsextremen zuordnen, sondern offenbahr vielen Menschen, die vermeintlich gar keinen politischen Hintergrund/Weltbild haben. Das zeigen wunderbar auch die Kommentare bei Stefan Niggemeier. Ein Kommentator namens Marcel, der sich selbst als Halbtürke bezeichnet schreibt etwa:

Eine von “Ausländern” angezettelte Schlägerei wird in der Presse längst nicht so aufgebauscht wie eine von “Deutschen” angezettelte Schlägerei.

Torsten Dewi, ein bekannter Blogger und selbst eher links, überlegt:

Berichtet man über Nazis, die einen Ausländer zusammen schlagen, können sich Kultur, Presse, und Politik Arm in Arm empören, jedes Klischee ist bedient/bestätigt, keiner läuft Gefahr, sich die Finger zu verbrennen. Dreht man den Fall um, wird es schwierig: Mit einem Nazi, der von einer Türkengang ins Krankenhaus geprügelt wurde, will man sich natürlich nicht solidarisieren. Und gegen die Türken was sagen? Das riecht nach Ärger, den man sowieso lieber vermeidet.

Ob das wirklich so ist, lässt sich freilich nur über die Empirie belegen oder eben nicht. Fest steht, dass diese Meinung weit verbreitet zu sein scheint. Und das ist eben der Fehlschluß dabei, wenn man gegen solche Meinungen angehen möchte.

Nicht jeder, der die wahrgenommene Bedrohung durch jemand anderen über Ressentiments verarbeitet (Türken haben meine Freundin verhauen, ich bin jetzt Nazi), hat gleich ein gänzlich durchtränktes nationalsozialistisches Weltbild und das nächste Mandat für die NPD im Landtag. Eine vernünftige Diskussion darüber, welche Ursachen der Gewalt zugrunde liegen und warum rassistische Motive nicht diskutierbar sind, entsteht nicht durch die an Ideologie erinnernde Agrenzung gegen das als falsch wahrgenomme, sondern mit der Akzeptanz der Zustände. Man muss die Leute da abholen, wo sie sind.

Stefan Niggemeier muss die Diskussion ergebnislos und entnervt nach dem 39 Beitrag abbrechen. Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

39 Kommentare zu “Wie eine Diskussion um rechtes Gedankengut scheiterte”

  1. Thomas Arndt schreibt:

    Bevor jemand auf falsche Gedanken kommt: Ich bin selber zwar nicht “links”, aber war viele Male aktiv auf Demos gegen Rechtsextremismus.

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Gewalttäter hart bestraft werden müssen, insbesondere, wenn ihre Motive dem demokratischen und pluralistischen Grundkonsens unserer Gesellschaft widersprechen.

    Soweit muss es allerdings nicht kommen. Es geht mir im obigen Beitrag vielmehr um ein Kommunikationsproblem, dass sich auch in der Haltung von Stefan Niggemeier gegenüber einigen Kommentatoren zeigt.

  2. Erik schreibt:

    Dazu und zu den “Argumenten” soviel:

    (…) Die faschistische Propaganda attackiert eher einen Popanz als wirkliche Gegner, das heißt, sie erzeugt Bilder vom Juden (hier Inder und Türken) und vom Kommunisten (heute, die Linken) und reißt sie in Stücke, ohne sich sonderlich um den Realitätsgehalt der Bilder zu kümmern. (..) Sie folgt keiner diskursiven Logik, sondern läßt sich - besonders bei rhetorischen Darbietungen - eher als eine Art organisierter Gedankenflucht kennzeichnen.

    Theodor W. Adorno, Antisemitismus und faschistische Propaganda, in: Ernst Simmel (Hg.), Antisemitismus, Frankfurt/M. 1993, S. 150-153

  3. Thomas Arndt schreibt:

    Das setzt natürlich voraus, auch wenn ich mir Deinen Beitrag auf Deinem Blog anschaue, dass Rechte gezielt solche Beiträge wie in der Welt (oder auch Niggemeiers Blog?) suchen, um Propaganda nach der beschriebenen Strategie zu betreiben.

    Davon gehe ich im Übrigen auch aus. Und das ist ja auch bekannt, etwa in Verfassungsschutzberichten auch beschrieben.

    Bei meinem Beitrag gehts aber um etwas anderes.

  4. Chat Atkins schreibt:

    Wenn ich das PI-Rudel so erlebe, dann fällt mir immer die Marxistische Gruppe seligen Andenkens ein: Solange die eigene These wiederholen, ohne auf irgendwelche ‘Kommunikationsangebote’ einzugehen, bis der Letzte auf das unfruchtbare Gelaber keinen Bock mehr hat. Dann den angeblichen Sieg feiern gehen …

  5. Thomas Arndt schreibt:

    Ich glaube nicht, dass es sich ausschließlich um User dieses PI-Forums oder Blogs (mir unbekannt) handelt, Rechtsextreme an vieler Stelle im Internet organisiert um an passender Stelle den Diskurs zu übernehmen.

    Dennoch ist die Diskussion darüber ob die Medien mit Gewalttaten Rechter anders umgehen als mit denen von zum Beispiel Ausländern ja keine genuin rechtsextreme Diskussion sondern zum Beispiel auch eine kommunikationswissenschaftliche ohne jeglichen politischen Hintergrund. Nur dadurch, dass auch Rechte das als Argument benutzen wird es weder wahrer noch falscher.

    Hier würde man allerdings etwa einen Kommunikationswissenschaftler schon wieder kritisch anschauen, warum das untersuche, da im Fall der Fälle das Ergebnis ja wiederum Rechtsextremen in die Hände spielen können.

  6. Gabi schreibt:

    Solange “politisch korrekt” nicht bedeutet, die Wahrheit zu sagen, sondern niemanden auf die Füße zu treten, wird sich nichts daran ändern, daß die Berichterstattung von der Hautfarbe der Täter und Opfer abhängt.
    Das Argument, man wolle den Rechtsextremen nicht in die Hände spielen, kommt wir wie eine recht bequeme Ausrede vor. Nichts spielt Extremisten (egal welcher Couleur) so sehr in die Hände wie eine Öffentlichkeit, die sich scheut, das Kind beim Namen zu nennen. Wenn ihnen mit konkreten Fakten, wie sie etwa ein Kommunikationswissenschaftler liefern könnte, begegnete, würden sie sehr schnell auflaufen.

  7. Chat Atkins schreibt:

    Wortgeröll.

  8. Torsten Dewi schreibt:

    Ich habe mich schon ein wenig geärgert, weil man sehr leicht mit dem in der Tat extrem naiven und zu kurz denkenden “Marcel” in einen Topf geworfen wurde. Mir ging es (gerade bei dem oben zitierten Kommentar) eben NICHT um die alte “ja ja, aber wenn die Türken Deutsche hauen, schreibt keiner drüber”-Leier. Es ging um die Frage, ob es bei der Presse eine Tendenz gibt, bequeme und Konsens garantierende Nachrichten vorzuziehen, statt kontrovers zu berichten.

    Generell, und nicht auf die aktuelle Diskussion beim Stefan bezogen: Gemeinhin werden Nuancen in solcherdings aufgeheizten Diskussion gar nicht wahrgenommen - es gibt exakt eine “richtige” Einstellung, und wer die nicht blindlinks unterschreibt, wird augenrollend abgeschrieben. Zweifel oder Zwischenfragen unerwünscht. Wenn ich, um mich nicht zu diskreditieren, in diesen Streits grundsätzlich die “N@zis raus!”-Signatur brauche, dann habe ich das Gefühl, hier wird nicht nach Meinung, sondern nach Gesinnung gefragt.

  9. Thomas Arndt schreibt:

    Ohne Gabis Schlussfolgerungen zu teilen, denke ich, die Medien haben vielleicht manchmal eine begründete Angst die nackten Fakten so darzustellen und zu thematisieren, wie sie sind.

    Schaut man sich etwa die Kriminalitäts-Statistiken an, sieht man zunächst mal, dass Ausländer verglichen mit ihrem Bevölkerungsanteil in Bereichen mehr Straftaten begehen als Deutsche. In absoluten Zahlen sieht das nicht mehr so schlimm aus. Die Anzahl von Delikten wie Mord, Vergewaltigung usw. ist bezogen auf den Bevölkerungsanteil verschwindend gering.

    Ich denke, es ist gefährlich darüber zu “informieren”, dass ein Türke einen Deutschen verprügelt hat, weil ein Teil der Leserschaft, die falschen Schlüsse daraus zieht. Und ja, man muss grundsätzliche Dinge wie “Es liegt nicht daran, dass er Türke ist” immer wiederholen. Vorurteile liefern gerade Menschen mit geringer Medienkomptenz und Bildung die Möglichkeit Dinge für sich einzuordnen.

    Schlimm wird es, wenn sich eine Ansicht durchsetzt, dass die Medien bestimmte Informationen nicht verbreiteten, aus welchen Gründen auch immer. Dann haben sie erstens ein Glaubwürdigkeitsproblem und zweitens wird damit in Teilen der Bevölkerung auch eine Art Alltags-Rassismus erzeugt, wie ich meine, in vielen Diskussionen beobachtet zu haben.

    Im Prinzip muss man mit Bildung und Sozialarbeit auf die reagieren, die noch zu retten sind. Überzeugte Neonazis, die Straftaten begehen, denke ich, sind nicht mehr zu erreichen, hier ist jede Diskussion sinnlos.

    Aber eigentlich ist all das schon tausendmal gesagt wurde. Aber die Nazi-Diskussion läuft sich wohl niemals tot.

  10. scipio schreibt:

    Ich halte nichts von solchen undifferenzierten Bashings gegen vermeintlich dumme und unqualifizierte Kommentatoren. Wenn Niggemeier nicht in der Lage ist, die Problematik einer derartigen Diskussion vorab zu erkennen, soll er die Finger davon lassen. Und dann den Thread auch noch zu schließen? Na ja.
    Ein sehr schönes Beispiel für dieses eindimensionale Denken liefert weiter oben Erik, wenn er Adorno zitiert. Der Popanz , den Adorno meint, kann nämlich gegen jeden konstruiert werden und ist somit eine Waffe die von links nach rechts und umgekehrt, überhaupt in jede Richtung eingesetzt werden kann.

    Das bedeutet: Jeder Kommentar muß ernst genommen werden. Politisches Abqualifizieren und Herablassung sind fehl am Platze.

  11. Thomas Arndt schreibt:

    “Wenn ich, um mich nicht zu diskreditieren, in diesen Streits grundsätzlich die “N@zis raus!”-Signatur brauche, dann habe ich das Gefühl, hier wird nicht nach Meinung, sondern nach Gesinnung gefragt.”

    Torsten, ich glaube, dass ist einerseits auch internetspezifisch. Ich bin auch immer skeptisch, wenn ich bestimmte Meinungen lesen. Und hätte ich Dich nicht aus der Diskussion um Michael Moore auf diesem Blog oder aus Deinem Blog gekannt, hätte ich auch gleich gedacht “Na, ist das nicht vielleicht einer dieser intellektuellen Netznazis, die sich auf den Politikforen rumtreiben?”.

    Wie man an meinem ersten Kommentar sieht, habe ich ja auch eine solche Signatur gebraucht.

  12. Monokel Menetekel schreibt:

    Zwischen PI und Stefan Niggemeier gibt es MEDIENBLOGGER. Kann das die NEUE HEIMAT der linken und rechten MITTE werden? THOMAS ARNDT, bitte übernehmen Sie.

  13. Thomas Arndt schreibt:

    Nein, Herr Beduhn oder wer auch immer sie sind. Das geht schon deshalb nicht, weil ich mich oder mein Blog weder durch eine politische Ausrichtung noch durch eine Distanzierung von irgendwem anderem (Blogger oder was auch immer) definiere, sondern nur über Themen, die mich interessieren :P

  14. Fareus schreibt:

    Ich finde das bedauerlich, dass man im Blog von Herrn Niggemeier unter “WELT”-Offenheit nicht mehr kommentieren kann.

    Wenn Marcel unter Kommentar 11. schreibt:

    “Ich bin Halbtürke, deshalb darf ich mir solche Gedankengänge auch erlauben. Und man sollte nicht gleich als Nazi beschimpft werden, nur weil man sich ein paar alternative Gedanken macht.”

    Kann man ja zu dem Schluss kommen, dass ich als “Ganztürke” doppelt so viele “alternative Gedanken” haben darf.
    Ein Trugschluss, rechtes Gedankengut bleibt menschenverachtende und volksverhetzende Propaganda, egal in welchen Gehirnwindungen.

    In den neuen Bundesländern gibt es No-Go-Areas für alle die, die ausländisch aussehen, die eine andere Hautfarbe, die sich anders kleiden, als die “Ureinwohner”, … , die halt anders sind.
    Fremde machen den “Eingeborenen” Angst, Fremdenangst das führt wiederum zu Fremdenhass.

    Unter WELT.de : Die Mär von der “No-go-Area”

    http://www.welt.de/print-welt/article218379/Die_Maer_von_der_No-go-Area.html

    Steht ein ausgesprochen verwirrender Satz : “Es heißt immer: ,Nazis raus”, aber wo sollen die denn hin?”

    Am besten in eine Zeitmaschine setzen und zurück ins 20. Jahrhundert katapultieren, da war “vor dem Mauerbau und dem Mauerfall” eh alles besser, sagt man.

  15. dimitri schreibt:

    “Ich halte nichts von solchen undifferenzierten Bashings gegen … aber jetzt muss ich mal kräftig den Niggemeier bashen. … Na ja.” Aua, das ging wohl nach hinten los.

    Es ist sein (Niggemeier sein) Blog, warum sollte er da eine entgleitende Diskussion nicht beenden, wenn’s ihm passt. Es gibt eben keine Vorschrift, im Internet jeden Troll ernst zu nehmen.

    Das ganze - also das Ausgangsthema, die Diskussion dort + die Volksverhetzter von PI und und und - zeigen doch nur, wie verbereitet latenter Rassismus in Deutschland ist und wie schwierig eine Diskussion darüber ist (nicht zuletzt deswegen, weil der Rassismus unbhängig von der Herkunft des Rassisten zu sein scheint). Trotzdem sollte man es immer wieder versuchen. Im übrigen habe ich das Gefühl, das Herr Niggemeier sehr genau um die Problematik weis.

  16. scipio schreibt:

    Sag ich doch Dimitri, Kommentare muß man genau lesen, und der Rassismus lauert überall. Da muß einfach jeder der widerspricht, ein PI Troll sein. Hat Torsten Dewi aber wesentlich überzeugender beschrieben.

  17. dimitri schreibt:

    Sehr schön ironisiert, aber was ist bitte der Punkt?

  18. Torsten Dewi schreibt:

    @ Dimitri: “… zeigen doch nur, wie verbereitet latenter Rassismus in Deutschland ist”

    Da könnte ich jetzt aber - ganz ohne latent rassistisch zu sein - einen Gegengedanken anführen:

    Latenter Rassismus oder aus Bequemlichkeit unterstellter Rassismus?

    Gerade diese ganze Diskussion zeigt doch, wie sehr mit Totschlag-Argumenten gehandelt wird: Wenn jemand nicht bedingungslos die Empörungsglocke läutet, sondern auch mal Mechanismen hinterfragt und Zusammenhänge erbittet, wird ihm gleich das bequeme “latenter Rassist”-Aufkleberchen angeheftet. Und mit “latenten Rassisten” muss man sich nicht die Mühe einer Diskussion machen.

    Intellektuelle Hochnäsigkeit ist leider kein Einzelfall - und macht einen anständigen Gedankenaustausch genau so unmöglich wie dumpfdeutsche Denkfaulheit.

  19. Limited schreibt:

    Ich fand es sehr vernünftig von Stefan Niggemeier die Diskussion zu beenden.

    Einige der Kommentatoren gingen doch allenfalls in einem Nebensatz auf den dort beschreibenen Kommentar GAU bei Welt Online ein (die extremsten Kommentare dort sind mittlerweile gelöscht worden).

    Stattdessen wurde mit Vehemenz die These - “aber Ausländer auch” - und “Verschwörung durch Medien, da über Ausländerkriminalität nicht berichtet wird” in die Runde geworfen.

    Das hatte aber keinen Bezug zu dem Inhalt des Beitrags in Niggemeiers Blog.

    Statt darüber zu diskutieren, ob diese Kommentare auf WO und die Geisteshaltung die dahinter steht (und die kaum jemand der noch was in der Birne hat als ausgewogen und differenziert ansehen wird), so da stehen müssen und was das sagt für WO und die Meinungslage insgesamt, wurde Threadcapturing betrieben - und zwar auf grenzwertigem Niveau (Ich bin Halbtürke, ich darf Rassist sein…….)

    Das es Gewalt auch von Ausländern in Deutschland gibt, wird kaum jemand bestreiten - ich denke auch Stefan Niggemeier nicht.

    Das darüber nicht berichtet wird, wage ich stark zu bezweifeln. Die ganzen Revolverblättchen und andere Medien - überwiegend mit post, express oder anzeiger am Namensende berichten in aller Ausführlichkeit darüber - auch hier gilt Crime sells.

    Und auch PI macht ja keine eigene Recherche, sondern kauft seine Munition auf dem Medienmarkt……..

    Spontan fallen mir z.B. die Berichterstattung rund um die Rütli Schule ein, ein Bericht über einen Hamburger Stadtteil, bei der die “Reporter” sich nicht scheuten den Jugendlichen ein paar Scheine in die Hand zu drücken, damit man live ein paar Gewaltbildchen in den Kasten bekommt u.v.m..

    Um zu behaupten es gäbe keine Diskussion und keine Berichterstattung über Gewalt jeglicher Coleur in unserer Gesellschaft, dazu muss man m.E. schon eine sehr selektive Wahrnehmung haben oder einen paranoid verengten Blickwinkel.

  20. Limited schreibt:

    BTw- jeder der meinen letzten Punkt anders sieht, kann ja einen eigenen Blogbeitrag dazu schreiben.

    Wer das schafft ohne von PI und Geistesverwandten als neuen Kronzeugen ins Boot geholt zu werden (gewollt oder ungewollt), bekommt von mir nen Kasten Bier/ Flasche Rotwein.

  21. dimitri schreibt:

    Sorry, aber ich habe Dir nichts aufgeklebt. Das eine solche Diskussion schwierig ist, habe ich auch schon geschrieben. Es mag sein, das es “Mechanismen” gibt, die Presseorgane zu einer bestimmten Art von Berichterstattung oder Nicht-Berichterstattung veranlassen, auch dazu ist schon genug geschrieben worden - Stichwort Empirie, ansonsten ist das eine Behauptung. Eine Behauptung, die ja auch gerne von PI instrumentalisiert wird - womit ich hier niemanden in diese Ecke stellen will.

  22. dimitri schreibt:

    das war @ Thorsten gemeint.

  23. Limited schreibt:

    Google erleichtert doch das Leben.

    Zwie Linktipps zur Berichterstattung u.a. über Gewaltkriminalität in Deutschland, mit Bezug auf Ausländer.

    Der Einfluß der Massenmedien auf Ausländerfeindlichkeit und ausländerfeindliche Delinquenz in Deutschland 1990-1993 - http://homepages.compuserve.de/leontxa/medien1.html

    und
    Von deutschen Einzeltätern und ausländischen Banden
    http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,159,16.html

  24. scipio schreibt:

    @ Limited: Ich bin mir nicht ganz im klaren, wieso Stefan diese Diskussion überhaupt eröffnet hat. Man muß naiv sein, um nicht das vorherzusehen, was dann passierte. Stefan ist aber nicht naiv. Also, was sind seine Motive?
    Zweitens wäre die Frage, ob die Medien selektiv, oder einseitig berichten, ganz einfach zu beantworten: Ja tun sie, und das weiß jeder. Man kann das so oder so bewerten, ich persönlich halte das für einen schweren Fehler, denn über Probleme muß man offen reden und diskutieren können. Wer diese Diskussion aus gesellschaftlichen oder politischen Gründen verweigern will, ist selbst dunkler Umtriebe verdächtig.

    Wenn Du allerdings beim bloggen anfängst, dich selbst zu zensieren, weil sonst irgendwer sonstwas denken könnte, dann bist Du der hl. politisch korrekten Inquisition zum Opfer gefallen.

  25. dimitri schreibt:

    Ich frage mich gerade, worüber wird denn so selektiv berichtet? Das erschliesst sich mir jetzt nicht, auch nicht durch ganz genaues lesen.

  26. scipio schreibt:

    Lesen ist eben eine Kunst, die man nicht nur oberflächlich beherrschen darf.

  27. Limited schreibt:

    Uups, es ist also naiv bei der Berichterstattung über rassistische Kommentare, nicht schon vorab wiederum rassistische Kommentare einzukalkulieren und Threadcapturer zu erwarten?

    Weia, armes Deutschland……….

    Und ich rufe keineswegs zur Selbstzensur auf, jeder möge handeln, wie er/sie es für richtig hält. Zumal es für die Behauptung, es gäbe eine einseitige Berichterstattung in den Medien relvante Hinweise gibt - siehe Linktipps.

  28. dimitri schreibt:

    Nee, klar - aber schön das wir offen drüber geredet haben.

  29. » Hitler vs. Muhammad schreibt:

    […] wurde die Diskussion dann zum Medienblogger verlagert. Auch ok. Was der Medienblogger dazu zu sagen hat, lassen wir einfach mal außen vor, weil er […]

  30. Limited schreibt:

    Ups, sehe gerade, dass meine Linktipps wohl noch in der Moderationsschleife hängen.

    Also einfach mal googlen, nach:
    Der Einfluß der Massenmedien auf Ausländerfeindlichkeit und ausländerfeindliche Delinquenz in Deutschland 1990-1993

    oder
    Von deutschen Einzeltätern und ausländischen Banden

    Auch in der NZZ 2006 gab es einen guten Artikel darüber:
    Im Dienst der guten Sache?

  31. Thomas Arndt schreibt:

    “Ups, sehe gerade, dass meine Linktipps wohl noch in der Moderationsschleife hängen.”

    Ja sorry, jetzt sind sie inzwischen durch, aber du hast es ja auch nochmal geschrieben.

  32. Limited schreibt:

    Für Googlefans habe ich noch zwei Tipps.

    Das Ende der Gemütlichkeit -Ethnisierung im deutschen Migrationsdiskurs nach dem Ende des Ost-West-Konflik

    und
    Medienberichterstattung und Vorurteile (Seminararbeit).

    Wahrscheinlich war für Stefan Niggemeier - als jemandem der sich tagtäglich an der Bildzeitung abarbeitet - alleine schon der Gedanke man könne auf den Gedanken kommen, in der deutschen Presselandschaft würde Ausländerkriminalität verschwiegen off Topic - ich kann daher seine Reaktion sehr gut verstehen.

    Und wenn man die von mir genannten Quellen durchgeht, muss man konstatieren an dieser Verschwörungstheorie ist nichts, aber auch gar nichts dran.

  33. SD schreibt:

    Die Kommentare auf dem Welt-Artikel sind ja noch vergleichsweise harmlos.

    Richtig bitter wird’s hier:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article930861/Helmut_Schmidt_nennt_Irak-Krieg_einen_Fehler.html

  34. Limited schreibt:

    Schon bitter, was sich im Kommentatorbereich dort “äußert”

    Welt Online scheint Kummulationspunkt für alle Geistesgrößen der Republik geworden zu sein.

  35. SD schreibt:

    Hehe, in dem Artikel über Helmut Schmidt ist der Kommentarbereich jetzt komplett weg. Es war ihnen wohl zu umständlich die seitenweise Volksverhetzung rauszusortieren.

  36. Limited schreibt:

    Zitat: “Schaut man sich etwa die Kriminalitäts-Statistiken an, sieht man zunächst mal, dass Ausländer verglichen mit ihrem Bevölkerungsanteil in Bereichen mehr Straftaten begehen als Deutsche. In absoluten Zahlen sieht das nicht mehr so schlimm aus. Die Anzahl von Delikten wie Mord, Vergewaltigung usw. ist bezogen auf den Bevölkerungsanteil verschwindend gering.”

    Ich bin ja so ein ungläubiger Thomas, daher habe ich mir mal ein paar Statistiken vorgeknöpft.

    Das Ergebnis war auch für mich erstaunlich, daher habe ich auf meinem Blog einen Artikel mit dem Titel “Werden die Deutschen immer krimineller?” geschrieben . Wen es interessiert - http://limited.blog.de/2007/06/09/werden_die_deutschen_immer_krimineller~2424404

    Leider kann ich aus Blog.de heraus irgendwie keine Trackbacks setzen. Der Laden nervt sowieso schon länger (kaum Designmöglichkeiten, Grafiken werden “grausig” angezeigt u.a., hat jemand einen Tip für einen alternativen Bloganbieter?

  37. Fareus schreibt:

    *gelöscht*

  38. Die Medien und der Rechtsextremismus-medienblogger schreibt:

    […] kurzem wurde das Thema Medien und Rechtsextreme an dieser Stelle schonmal heiß […]

  39. medienblogger schreibt:

    […] Wie eine Diskussion um rechtes Gedankengut scheiterte Ein Beitrag zum Themengebiet Medienrauschen, Politikum, geschrieben am 7. Juni 2007 von Thomas Arndt […]

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