Wie Medien Bloggerthemen aufgreifen: Von Bockwürsten und Abmahnungen
Seitdem Konrad Lischka bei Spiegel Online (Spon) Redakteur ist, hat der Bereich Internet, Neue Medien und was da so dazugehört, meiner Meinung nach deutlich an Qualität gewonnen, auch wenn ein Artikel Lischkas zu Wikipedia beim Kommentator “Peter” auf Medienrauschen zum Teil auf berechtigte Kritik stieß.
Aber kommen wir zum Punkt: Immer wenn ich auf etwas interesanntes im Netz stoße oder auf Diskussionen in der Blogosphäre, überlege ich, wie lange es wohl dauernd wird, bis quasi das Leitmedium der Onliner, nämlich Spon, das Thema aufgreift.
Seit ein paar Tagen erzürnt die Blogger wieder mal ein altbekannter Aufreger: Marions Kochbuch. Die Bilder leckerer Speisen auf dieser Website sind bei der Google-Bildersuche an exponierter Stelle zu finden. Schlecht für Marion, denn die mag es gar nicht, wenn ein Blogger ihre Bilder klaut.
Einer names Cashy hat das mal gemacht, und eine Abmahnung kassiert. Und da ist er nicht der erste und einzige. Was zum Beispiel Jens in seinem Pottblog zu der Überlegung veranlasst, dass Google ja Marions Kochbuchbilder einfach nicht mehr verlinken könnte. Auch Silke greift das Thema in ihrem Blog auf, worauf dort heiß über Urheberrechte und Bildzitate diskutiert wird.
Lischka nun hat von all diesem erfahren, es vielleicht auch gelesen in den letzten Tagen und heute einen Artikel zu der ganzen Abmahnerei verfasst. Gute Sache finde ich, denn hier zeigt sich ja, wie nah sich Blogger und internetaffine Medien sind.
Heute habe ich übrigens bei Basic Thinking einen wirklich interessanten Beitrag zu dem neuen “StartUp” mymuesli.com gelesen. Jetzt bin ich gespannt, wann das bei Spon zu einem Artikel führt. Denn hier berühren sich innovative Geschäftsideen und social networking und web 2.0 und überhaupt… ja und wenn das keinen Nachrichtenwert hat, was dann!
1. Mai 2007 um 12:13
Wer sich mal die die Bockwurst-Bilder angeschaut hat weiß, wie ein 5 Cent Bild aussieht. Peinlich für die Kochseite.
Blogs sind nunmal beste Quellen für hot news - der Vergleich zu sozialen Paparazzi liegt nicht fern.