Amazon bringt eigenen eBook-Reader

Das Internet-Versandhaus Amazon.com bietet in den USA einen neuartigen eBook-Reader names Kindle an, der auf der Technologie von elektronischer Tinte (E-Ink) basiert. Prominent ist das Prinzip etwa durch das Handy Motorola F3 geworden. Amazon selbst spricht davon, dass sich der schwarz-weiß-Bildschirm mit einer Auflösung von 600*800 Pixel wie echtes Papier lesen lasse.

Weitere Besonderheit: Das Gerät verbindet sich über eine Whispernet genannte Technologie mobil mit dem Internet bzw. den dafür vorgesehen Inhalten, dafür fallen keine Kosten an. Ein PC oder eine Wifi-Verbindung wird nicht benötigt.

Jetzt kommts aber: Für fast alle Inhalte, die man auf diesem elektronischen Buch lesen will, fallen Gebühren. 9,99 Dollar für jedes gekaufte Buch bei Amazon, 6 bis 15 Dollar sollen Zeitungsabos kosten (darunter auch die FAZ), Magazine gibts zwischen 1,25 und 3,50 Dollar im Abo. Sogar für das Abo von Weblogs verlangt Amazon 99 US-Cent, obgleich diese Amazon selbst nichts kosten.

Weiterer Kritikpunkt: Das Gerät sieht furchtbar aus. Als ich die Auspack-Bilder bei Technologie-Blog endgadget gesehen habe, dachte ich, ich wäre in den 80ern gelandet. Klobig, hässliches geldweiß und grau. Auch die offizielle Präsentation auf der Amazon-Website, macht keinen besseren Eindruck.

Ich vermute das Gerät wird aus den genannten Gründen ein Flop. Wer unterwegs Zeitungen lesen will ist mit einem kleinen Notebook und einer UMTS-Karte letztlich dann doch billiger dran. Wobei die E-Ink-Technologie faszinierend ist. Auf dieser Basis könnte ich mir in Zukunft sinnvolle und nützliche eReader vorstellen. Nur müssen dann auch die Preise für die Inhalte fallen.

Quelle: heise.de

3 Kommentare zu “Amazon bringt eigenen eBook-Reader”

  1. Matthias schreibt:

    Ich denke auch, dass das nicht der große Wurf ist. So interessant die neue elektronische Tintentechnik sein mag, ein Gerät dass nur zum Lesen von Büchern oder Zeitungen dient, kann es nicht sein. Im Internet kommen alle (bisherigen) Mediengattungen zusammen, dem müssen auch die Ausgabegeräte Rechnung tragen. Warten wir ab, was Apple machen wird: Vielleicht ein Gerät in der Optik des iPhone, aber im DIN A 4 Format? Das wäre doch was…

  2. mlogger » Gesucht! Medienblogger! schreibt:

    […] ist der Medienblogger Thomas Arndt geblieben? Seinen letzten Beitrag verfasste er am 19. November 2007 im Blog www.medienblogger.net. Medienblogger’s letzter […]

  3. RamBam schreibt:

    So, du bist jetzt raus aus meiner Liste…

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