Ich kann mich noch gut an die zweite Staffel DSDS erinnern. Das war so Anfang 2004 irgendwie. Und ich fand Anke Wagner aus Trier toll. Ich hab sogar ungefragt ein Autogramm von ihr bekommen, weil ich mich auf ihrer Fansite engagiert hatte. Keine Ahnung, was Anke Wagner jetzt macht. Nachdem sie recht früh ausgeschieden war, hatte sich die Sache für mich erledigt.
Es hat bis zu dieser vierten Staffel im Jahr 2007 gedauert, dass ich wieder Lust hatte DSDS zu schauen. Zumindest ein bisschen. Zumindest bis etwa zur Hälfte (und Samstag das Ende halt). Und wenn ich jetzt sage, mein persönliches Highlight war Menderes, dann spricht das sicherlich Bände.
Von einer Casting-Show kann man im Prinzip folgende drei Punkte erwarten, um sich dabei an einem Samstag Abend gut unterhalten zu können:
1. Gute Musik: Teilnehmer, die sowohl gut singen, als auch die ausgewählten Songs spannend interpretieren können.
2. Emotionen und Charaktere. Man lernt die Kandidaten kennen und mögen, sie werden einem symphatisch, man sieht wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten, jeder hat eine Geschichte zu erzählen.
3. Es gibt kuriose Gestalten, auf die man sich freut.
DSDS hatte von all dem leider nichts, bis auf - wie gesagt - Menderes (Punkt 3), aber der war (zum Glück) kein offizieller Kandidat.
Gut, ein paar von ihnen, die konnten singen (Punkt 1), etwa Francisca Urio, aber die sind aufgrund des Wertungsmodus schnell ausgeschieden. Ein ganz großes Problem von DSDS, leider lassen (angeblich) die Regeln der Pop Idol-Lizens aber nichts anderes zu, als das Tele-Voting.
Gut, es wurden ein paar Geschichten erzählt (Punkt 2), etwa darüber, wie Lisa Bund fluchen kann, oder das Mark Medlock von seinem schwulen Lebenspartner verprügelt wurde. Naja, wollen wir das wirklich wissen?
DSDS hat in der vierten Staffel bewiesen, dass es komplett auf das Telefon-Voting und seine Einnahmen reduziert ist, wie etwa auch Stefan Niggemeier in der letzten Nacht in seinem Blogeintrag nahelegt.
Viel Glück Mark Medlock: Du kannst es gebrauchen!