Dem Diekmann is korregd, Alda!

Ein Beitrag zum Themengebiet Netzwelten, Politikum, geschrieben am 19. Juli 2007 von Thomas Arndt

Dem krassen Kai Diekmann hat geschrieben voll korregde Beitrag über dem deutschen Sprachen in die Magazin chrismon. Hab ich voll gelacht, wie so Kanaken sprechen und alle. Nie gelernt deutsche Sprache. Vor allem dem scheißendreck Gangstarappa, oder über den krassem SMS und Internet-Chat und Online-Foren.

Schreibt dem Diekmann:

Songtexte populärer deutscher Rapper der sogenannten Aggro-Szene befremden weniger durch die Fixierung auf Sexual- und Gewaltfantastereien als durch die Abwesenheit von Syntax und grammatikalischen Regeln […] Gleiche Erfahrungen mit Chatrooms, Onlineforen und Nachmittags-Talkshows: überall Babel, wenn auch in einer Sprache.

Checkst Du das Alder? Yo, dem Diekmann hat voll Recht, dem alten Check0r. dEr KeNnT sICh AuS!

Aber gehd noch weida, übelst krass:

Auch Leserbriefe, die wir erhalten, geben ein klares Bild: Orthografisch korrekt sind meist nur Briefe, die aus den neuen Bundesländern stammen oder von älteren Leuten aus dem Westen. […] Was hingegen von jüngeren Leuten aus Bremen, Hamburg, Berlin oder Nordrhein-Westfalen kommt, ist oft nur näherungsweise verständlich, nicht zuletzt bedingt durch weitgehenden Verzicht auf Interpunktion oder Groß- und Kleinschreibung

Muhahaha sag ich dem schon imma Leude den krassen Homies aus Hamburg ey die peilen gar nix mehr sind voll die Poser und Opfer wussd isch immer!

Sagt dem krassen Diekmann auch korregd was über die Nullcheck0r von die BildBlog vielleicht?

Selbst einfachste Kommentare oder Meldungen werden oftmals in einer Weise missverstanden, die auch uns vor grundsätzliche Darstellungsfragen stellt.

Yo, Homies, scheckt die Shit mal ab!

[via trice]

Christlichen Werten verpflichtet: Kai Diekmann über die Bild-Zeitung

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedrucktes, geschrieben am 28. Mai 2007 von Thomas Arndt

In einem Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) spricht Kai Diekmann, Chefredakteur der Bildzeitung über das Verhältnis seines Blattes zur Religion. Lesenswert.

Ein paar interessante Zitate entnehme ich mal daraus:

Auf die Frage nach dem Verhältnis zu den unterschiedlichen Religionen, sagt Kai Diekmann, die Bildzeitung habe zu kaum einem Thema einen neutralen Standpunkt zu den verschiedenen Positionen und Ansichten (Äquidistanz):

Unsere Leser nehmen uns als meinungsstark wahr und wir wollen ihnen die Orientierung erleichtern. Indem wir sagen, was wir für richtig und für falsch halten. Auch die Schlagzeile „Wir sind Papst“ war ja nicht Ausdruck von Äquidistanz, sondern die Proklamation einer sehr persönlichen Freude.

Das gilt also insbesondere für den christlichen Glauben, einen “Volks-Koran” ähnlich wie die “Volks-Bibel” kann sich Diekmann nicht vorstellen:

Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht vorstellen. Wir machen kein Minderheitenprogramm.

Heilig seien der Bild-Zeitung die religiösen Gefühle ihrer Leser, und die Intimsphäre der Menschen:

Die Mehrheit unserer Leser ist christlich geprägt, fast 80 Prozent. Beim Zeitungmachen müssen wir deren Gefühle berücksichtigen. Auch auf die Intimsphäre eines Menschen nehmen wir Rücksicht, solange er sich damit nicht selbst in die Öffentlichkeit begeben hat.

Etwas mehr “Fundamentalismus” wünscht sich Diekmann von den Deutschen:

Es wäre schön, wenn wir sensibler für unsere eigenen Werte und unsere eigenen christlichen Traditionen wären. Da haben uns die Muslime manchmal etwas voraus. Natürlich nicht die Radikalen. Wir müssten insgesamt einfach ein stärkeres Bewusstsein dafür entwickeln, auf welchem Fundament wir stehen und was das bedeutet.

Aus der Religion leitet Diekmann auch Engagement für Umweltschutz, und mehr noch gesunder Ernährung, quasi ein ganzheitliches Bewusstsein ab:

Da gibt es eine ganz altmodische Formulierung: Bewahrung der Schöpfung. Ich glaube, dass das ein Thema ist, das immer mehr Menschen mobilisiert. (Anmerkung d. Bloggers: das Klima). Genau wie gesunde Ernährung. Das sind ja nicht irgendwelche Spinner, die ins Reformhaus gehen und Tofu essen. Es herrscht ein allgemeines Bedürfnis danach, sich bewusster zu ernähren und gesünder zu leben. Seinen Teil dafür zu tun, dass wir die Schöpfung, die wir geerbt haben, auch weitergeben. Zum Glück haben wir da viel gelernt.

Alle Achtung: Kai Diekmanns ist es in diesem Interview gelungen, eine kohärente Argumentation für die Ausrichtung der Bildzeitung und ihr publizistisches Wirken auf Basis christlicher Werte zu entwickeln. Es bleibt natürlich dahingestellt, inwiefern sich das mit der Realität deckt. Alan Posener hätte sicher einiges dazu zu sagen. Macht er aber wahrscheinlich nicht.

Anschlag auf Kai Diekmanns Privatwagen

Ein Beitrag zum Themengebiet Politikum, geschrieben am 22. Mai 2007 von Thomas Arndt

diekmann

Einer Pressemeldung aus dieser Nacht zufolge haben unbekannte Täter am frühen Morgen einen Daimler Benz in Hamburg in Brand gesetzt und konnten danach fliehen. Nach Medienberichten (siehe Screenshot, 22.05.07) handelt es sich dabei um ein Privatauto von Kai Diekmann, dem Chefredakteur der Bild-Zeitung.

Eine Sprecherin der Polizeit sagte, man hält einen politischen Hintergrund und einen Zusammenhang zum anstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm für wahrscheinlich. Das berichtet die Berliner Morgenpost Online. Kai Diekmann wollte sich zu den möglichen Motiven nicht äußern. Lediglich dass es sich bei dem Auto nicht um ein Luxusauto, sondern um einen Kombi handelte, soll er laut Bildblog der dpa gesagt haben.

Zensur-Debatte um Welt Online:
Eine Chronologie der Ereignisse

Ein Beitrag zum Themengebiet Politikum, Blogosphäre, geschrieben am 11. Mai 2007 von Thomas Arndt

posener

Das Aufregerthema der Woche in der Blogosphäre war vermutlich die “Debatte” um einen gelöschten Blog-Eintrag von Welt am Sonntag-Kommentarchef Alan Posener (Vielen Dank an Martin Hagen für die tolle Photoshop-Montage) auf dem hauseigenen Blogportal “Welt Debatte” bei Welt Online. Darin kritisiert Posener die Haltung des Chefredakteurs der ebenfalls zum Axel Springer Verlag gehörenden Bildzeitung, Kai Diekmann, zur 68er Generation in dessen angekündigtem Buch “Der große Selbstbetrug”. Unter anderem schreibt Posener:

Die 68er zwingen ihn noch heute, täglich auf der Seite 1 eine Wichsvorlage abzudrucken, und überhaupt auf fast allen Seiten die niedrigsten Instinkte der Bild-Leser zu bedienen, gleichzeitig aber scheinheilig auf der Papst-Welle mitzuschwimmen.

Kurz nach Erscheinen wurde der Beitrag Poseners gelöscht, es entbrannte eine Debatte um Zensur, verlagsinterne Demokratie und das Verhältnis von alten (Verlag, Tageszeitung) und neuen Medien (Blogs).

Das Bemerkenswerteste fasse ich an dieser Stelle zusammen:

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