DSDS ist mal wieder das Thema des Wochenendes bei den Medienbloggern. “Ausgerechnet Lisa Bund darf ihre Koffer packen und muss nun die Heimreise antreten”, beschwert sich Michael Pliet von TVBlogger in seinem heutigen Eintrag, der unter der Überschrift “DSDS - In der Hand von doofen Kindern” steht. Im Grunde geht es um das alte Thema, dass Teenager “ihre Handies quälen” (wie Juror Dieter Bohlen sagte) und damit, die aus musikalischer Sicht oft schlechteren Kandidaten weiterlassen, solche wie Martin Stosch etwa.
Zugegeben mir gings genauso, und zwar als Francisca Urio ausgeschieden ist. Deswegen hatte ich damals auch eine Mail an RTL geschrieben, ob denn das Zuschauervoting unbedingt die einzige Entscheidungsgrundlage sein muss. Die Antwort darauf war erwartungsgemäß und sie könnte ebenso für Lisa Bund gelten:
Wir verstehen Ihre Überraschung über das Ausscheiden von Francisca Urio.
Die Abstimmungsregeln von ‘Deutschland sucht den Superstar’ sehen vor, dass der Kandidat mit den wenigsten Anrufen ausscheiden muss. Diesmal hat es demnach Francisca getroffen.
Das Konzept von ‘Deutschland sucht den Superstart’ basiert auf dem englischen Original ‘Pop Idol’, deshalb sind die Regeln des Votings festgelegt. Sie können nicht von RTL geändert werden. Überraschungen im Votingverhalten der Zuschauer gehören seit der ersten Staffel dazu.
Damit keiner Vorwürfe gegen RTL erheben kann, lassen wir uns überprüfen: Ein unabhängiger Notar überwacht das gesamte Abstimmungsverfahren. Somit ist sichergestellt, dass jede einzelne Stimme ordnungsgemäß gezählt wird.
Die genauen Abstimmungsergebnisse werden aus Fairnessgründen nach der Finalsendung veröffentlicht.
RTL ist nicht bereit und darf es offensichtlich auch nicht, Veränderungen am Abstimmungsmodus bei DSDS vorzunehmen. Ebensowenig werden sie, wie bereits hier geschrieben, sich auf einen Deal mit Stefan Raab in Sachen Max Buskohl einlassen. Die Regeln und die Logik von DSDS sind offensichtlich ein unabänderliches Schicksal für talentiertere Kandidaten.