US-Serien gefährdet: Drehbuchautoren streiken

Ein Beitrag zum Themengebiet Netzwelten, Mattscheibe, Medienrauschen, geschrieben am 4. November 2007 von Thomas Arndt

Schwere Zeiten für Fans amerikanischer Serien-Unterhaltung. Ob Lost, Prison Break oder Heroes - viele Serien werden vermutlich erstmal nicht fortgesetzt. Grund: Die amerikanischen Drehbuchschreiber streiken.

Beispiel Heroes: Im Blog des US-Dienstes TV-Guide wird spekuliert, dass die aktuelle zweite Staffel von Heroes, das gerade in Deutschland gestartet ist, bereits am 3. Dezember diesen Jahres zu Ende ist. Eine verübergehender Höhepunkt der aktuellen Storyline “Generations” könnte als alternatives Ende der aktuellen Staffel umgeschrieben werden.

Was ist da also los? Ab Montag streikt die Writers Guild of America, das ist die Vereinigung der amerikanischen TV- und Hollywoodautoren. Einen solchen Streik, der eben auch das Fernsehprogramm beeinträchtigt, hat es seit 1988 nicht mehr gegeben.

Das deutsche Medienmagazin DWDL.de hat Matt Roush, Senior Critic des amerikanischen „TV Guide“, zu diesem Thema um eine Einschätzung gebeten.

Ein Auszug:

Ich will nicht beurteilen wie lange der Streik dauern könnte, aber wenn die Produktionen für längere Zeit ausgesetzt werden - also Wochen wenn nicht Monate - dann wird der Nachschub an neuen Episoden schon kurz nach dem Jahreswechsel im Januar versiegen.

Und zu den Gründen der Autoren erklärt Roush:

Diesmal ist es dafür so kritisch wie noch nie. Das Nutzungsverhalten des Fernsehzuschauers hat sich in den letzten Jahren dramatisch geändert. Er findet neue Wege seine Lieblingsserien zu konsumieren - über das Internet und auf DVD. Da passen alte Modelle nicht mehr. Gefordert wird von den Autoren deshalb ein fairer Anteil an den Erlösen über neue digitale Plattformen und eine Neuverhandlung der Beteiligung an den Einnahmen durch den DVD-Vertrieb.

Was mich persönlich betrifft: Wenn die amerikanischen Networks tatsächlich gezwungen sind, unsere Lieblingsserien schon im Dezember in die Ferien zu schicken, dann trifft mich das härter als der Streik der deutschen Lokführer. Leider sind die Fronten wohl auch Übersee ähnlich verhärtet wie hierzulande.

Prison Break: Nach Staffel 3 ist wohl Schluß

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 17. Oktober 2007 von Thomas Arndt

Derzeit sieht alles danach als, als würde die vor allem auch in Deutschland und Großbritannien beliebte Ausbruch-Serie “Prison Break” zum Ende der derzeit in den USA laufenden 3. Staffel eingestellt.

Wie kürzlich hier berichtet, wollen nur noch rund 7 Millionen Amerikaner die Serie am Montag-Abend sehen. Zu wenig, findet Broadcaster FOX offensichtlich.

Ab dem Januar 2008 zeigt der Sender auf dem Sendeplatz von Prison Break, Montags 20 Uhr, “The Sarah Connor Chronicles”, die sich um den bekannten Charakter aus den Terminator-Filmen drehen wird. Das berichtet Quotenmeter.

Damit steht Prison Break ohne Sendeplatz da. Es ist aber davon auszugehen, dass die Serie auf einem anderen Sendeplatz zumindest bis zum Ende der 3. Staffel fortgeführt wird.

Starker Start für Heroes

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 11. Oktober 2007 von Thomas Arndt

RTL II kann sich freuen: Die neue Mysterie/Science-Fiction-Serie Heroes, die bereits in den USA ein Riesenerfolg war, fuhr zum Deutschland-Start gestern mehr als gute Einschaltquoten ein.

Bis zu 3,24 Millionen Zuschauer verfolgten gestern Abend die ersten beiden Episoden der Serie. Dabei kam die erste Episode auf einen Marktanteil von 18,5 Prozent, die zweite auf einen Marktanteil von 17,3 Prozent in der Zielgruppe. Das teilte der Sender heute mit.

Mit diesen Quoten hat bei der starken Serienkonkurrenz zur Primetime auf ProSieben wohl niemand gerechnet. Die neuen Episoden von “Desperate Housewives” kamen auf 14,5 Prozent Marktanteil, “Grey’s Anatomy” lag danach bei 15,2 Prozent. (quotenmeter)

Heute startet Heroes

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 10. Oktober 2007 von Thomas Arndt

Heroes RTL II

Die in den USA seit einem Jahr überaus erfolgreiche Mysterie-Serie “Hereos” startet am heutigen Mittwoch im deutschen Fernsehen. RTL 2 sendet ab sofort immer mittwochs 20:15 Uhr die Serie, welche sich mit dem Leben normaler Menschen beschäftigt, die plötzlich feststellen, dass sie außergewöhnliche Fähigkeiten haben.

So gibt es eine Cheerleaderin, die feststellt, dass sie sich selbst heilen kann, einen Polizist, der die Gedanken anderer Menschen hört, einen Politiker, der fliegen kann, einen Japaner, der durch Raum und Zeit reisen kann oder einen Wissenschaftler, der die Zukunft malt. Bei Heroes handelt es sich nicht um einzelne abgeschlossene Episoden, sondern ähnlich wie bei Lost oder Prison Break, um eine Serie, deren Handlung langfristig angelegt ist und sich ständig weiter entwickelt.

Natürlich steckt hinter all dem ein größerer Zusammenhang: Was verbindet die einzelnen Heroes? Wer hat ein Interesse an ihnen und will sie sich vielleicht zu nutze machen? Und was hat es mit der seltsamen Nuklearexplosion auf sich, die der Stadt New York, den Bildern des Malers zufolge bevorsteht? Um diese Fragen dreht sich die erste Staffel.

Wer in letzter Zeit RTL 2 geschaut hat (ok, wer tut das schon freiwillig), wird festgestellt haben, dass der Sender die Serie mit großem Aufwand angekündigt hat, und sich offensichtlich einiges davon erhofft. “Die außergewöhnliche Serie ‘Heroes’ sorgt in den USA für einen absoluten Hype. Ich bin sehr stolz, dass wir uns dieses Highlight für RTL II sichern konnten. ‘Heroes’ etabliert eine völlig neue Farbe im Serienmarkt, die auch in Deutschland für Aufsehen sorgen wird”, freut sich Programmdirektor Axel Stein (Quelle).

Eigentlich gehört Heroes auf ProSieben, es steht zu befürchten, dass die Serie auf RTL 2 nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Ein Schicksal, dass viele US-Serien in Deutschland schon ereilt hat. Ich sage mal, eine Quote in der Zielgruppe unter 12 Prozent wäre eine klare Niederlage. Morgen wissen wir mehr.

Foto: Screenshot der RTL II Website (9.10.07, 18:30 Uhr). Vier Darsteller aus der Serie Heroes bei einer Promotiontour in München. Die komplette Bildergalerie gibt es auf der RTL II Website.

Mehr zu Heroes hier auf Medienblogger.net (Vorsicht Spoiler)

Nachtrag 10.10.07: Ausführlicher Artikel bei Spiegel Online. Sehr lesenswert.

Prison Break Star wurde gefeuert

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 3. Oktober 2007 von Thomas Arndt

Neue Enthüllungen um den überraschenden Ausstieg von Sarah Wayne Callies (Dr. Sara Tancredi) bei Prison Break: In einem Interview mit dem französischen Magazin Tele Star erzählte die hübsche Schauspieler: Ich wurde gefeuert!

Das berichtet das Netz-Magazin JustJarred.com. Wörtlich sagte Wayne Callies der englischen Übersetung zufolge: “Ich hatte keine Wahl. Ich bin traurig, aber so ist das Show-Geschäft eben”. Über die genauen Ausstiegsgründe wollte Wayne Callies keine Angaben machen.

Wayne Callies bedankte sich in dem Interview nochmal bei den Zuschauern, und der Unterstützung die ihre Rolle von ihnen bekommen hat. An ihrer Rolle habe ihr besonders gefallen, dass obwohl es das Schicksal nicht gut Sara Tancredi meinte, sie es immer wieder schaffte das die Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen.

Wayne Callies hat noch keine neuen Rollenangebote, würde aber am liebsten aber wieder in New York Theater spielen. Vorerst wird die Schauspielerin wohl aber eine Weile nach Kalifornien ziehen.

Übrigens: Der Hauptdarsteller von Prison Break, Wentworth Miller (Michael Scofield) wird im Oktober zur Promotion der zweiten Staffel (RTL, ab 4. Oktober) wohl auch mal in Deutschland vorbeischauen. Das berichtet prisonbreakreport.de Wenn man sich den Beginn der dritten Staffel (FOX) mal genau anhört, erkennt man im Hintergrund in einer Szene im Sona Gefängnis sogar den deutschen Soundtrack (aber eben in der US-Folge).

US-Serien-Herbst startet schwächer

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 3. Oktober 2007 von Thomas Arndt

Gary Levin hat für die USA Today den Start des US-Serienherbstes in der vergangenen Woche analysiert. Das Ergebnis: Die Quoten sanken im Vergleich zum Vorjahr, alte Bekannte wie CSI oder Dancing with the Stars sorgen (ähnlich wie in Deutschland) weiterhin für starke Quoten.

Die Gesamteinschaltquoten sanken demnach im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent, in der Zielgruppe sogar um 10 Prozent. Das Nielsen-Rating (US-Einschaltquoten) zeigt in der Zielgruppe, dass Kriminal- und Arztserien besonders gut bei den jungen US-Zuschauern ankommen: Grey’s Anatomy, CSI und House schaffen es jeweils über 10 Millionen junge Zuschauer und belegen damit die ersten drei Plätze. Dahinter folgen Desperate Housewives und Heroes auf den Plätzen 4 und 5 mit jeweils über 9 Millionen Zuschauern.

Bei den Gesamtzuschauern erklimmt Dancing with the Stars Platz 2, bleibt allerdings auch hinter CSI zurück. Auch in dieser Woche konnte Dancing with the Stars sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und wieder einen Spitzenplatz belegen. Das berichtet Reuters. Hereos hingegen verlor an diesem Montag Zuschauer.

US Serien legal downloaden

Ein Beitrag zum Themengebiet Netzwelten, Mattscheibe, geschrieben am 24. September 2007 von Thomas Arndt

Nachdem NBC die Zusammenarbeit mit Apples Onlinestore beendet hat, plant der US-Sender jetzt einen legalen und kostenlosen Download für einige seiner Erfolgsserien. Der Haken: Man benötigt dazu eine spezielle Software, die bislang zunächst als Testversion (Beta) vorliegt und wohl vorerst auch nur auf Windows-Rechner installiert werden kann. Ähnlich einem Podcast sollen die Serien auch abonniert werden können, so dass die Software sie automatisch herunterlädt, sobald eine neue Episode online ist.

Dazu gehören “Heroes”, “The Office”, “Life”, “Bionic Woman”, “30 Rock”, “Friday Night Lights”, “Late Night with Conan O’Brien” und “The Tonight Show with Jay Leno”.

Ab Oktober sollen diese Shows kurze Zeit nach ihrer Ausstrahlung zum Download bereit stehen. Finanziert wird das Ganze über Werbeeinblendungen, außerdem sollen die Dateien nach einer Zeit von sieben Tagen unbrauchbar werden.

In Deutschland wird der NBC Direct genannte Service wohl nur über indirekte Wege erreichbar sein.

Quellen: Welt Debatte, ORF, Sat und Kabel

Kid Nation

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 21. September 2007 von Thomas Arndt

“Kid Nation” heißt die neueste Reality-Show aus den USA, die schon, als noch keiner den genauen Inhalt kannte, für Aufregung sorgte. 40 Kinder zwischen acht und 15 Jahren sollen die Pionier-Zeit der Amerikaner nachspielen in einer Kulisse namens Bonanza City. 40 Tage lang in der Wüste. Auf sich gestellt, angeblich ohne Erwachsene.

Am Mittwoch hatte die Show Premiere und stellte sich nach Ansicht amerikanischer TV-Kritiker eher als langweilig dar. Zudem wurde von ihnen, wie auch von deutschen Kritikern die Inszenierung der Show bemängelt. Letzteres verwundert, denn niemand glaubt wohl ernsthaft, dass eine solche Show oder auch ein solches Experiment völlig ohne Erwachsene auskommt. Es verwundert daher nicht weiter, dass Produzenten, Ärzte und Psychologen immer in Reichweite sind. Sehr seltsam jedoch ist der Einwurf des Spiegel Online-Korrespondeten Marc Pitzke, der empört feststellt: Hey, die Kameramänner, die die Show filmen, das sind ja auch Erwachsene, also alles Fake!

Tatsächlich ist die Show natürlich von vorne bis hinten gut dramatisiert und gecastet. Unter den Kindern ist im Prinzip jeder Charakter vertreten, den es auch in der Welt der Erwachsenen gibt bzw. der in deren Ressintiments existiert. Das zeigt sich schon an den vier Stadträten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: ein neumalkluger weißer Brillenträger, eine Achtjährige mit gutem Herzen, eine selbstbewusste 14-Jährige und ein schlauer und berechnender Inder. Hinzu kommen im Volk noch diverse andere Charaktere; der kleine Jimmy etwa, der nach ersten Episode die Show aus Heimweh verlässt, der freakige Jared (mein Favorit), zwei ältere Jungs, die dem Brillenträger zunächst das Leben schwer machen und im Wesentlichen eben alle Ethnien und sozialen Schichten der amerikanischen Gesellschaft.

Alles in allem die besten Voraussetzungen, um eine gute Geschichte zu erzählen. Und genau hier kann die berechtigte Kritik an der Serie ansetzen. Die Show ist zu sehr auf simples Story-Telling reduziert, es ist zu künstlich, zu geschauspielt und vor allem zu sehr auf amerikanische Werte reduziert. Und natürlich: Die Kinder wirken erschreckend erwachsen. Zudem werden sie in vier Gruppen (soziale Schichten) unterteilt: Arbeiter, Köche, Händler und Oberklasse. Ein kurisoses Abbild der amerikanischen Gesellschaft, mit dem Unterschied, dass hier jeder seinen sozialen Status mit dem Gewinn eines Spiels verbessern kann. Zudem winken den fleißigsten Kinder-Pionieren in jeder Show ein goldener Stern im Wert von 20.000 Dollar.

Dafür, dass die Show im Vorfeld für so großes Aufsehen gesorgt hat, ist das Ergebnis nicht wirklich schockierend. Es ist jedoch durchaus unterhaltsam, auch wenn die Kritiker im Einklang rufen: “Laaaaangweilig”. Die Serie wird in den USA dennoch ein Erfolg werden. Eine Umsetzung mit 40 deutschen Kindern ist jedoch alles andere als wahrscheinlich.

Quellen: Spiegel Online, Bildblog

Heroes rückt näher

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 20. September 2007 von Thomas Arndt

Der TV-Start der US-Erfolgsserie “Heroes” rückt näher. Am 10. Oktober wird RTL II mit der Ausstrahlung der ersten Staffel beginnen. Am 24. September geht es in den USA bereits mit der 2. Staffel weiter. Rechtzeitig zum Serienstart hat RTL eine eigene Seite mit Infos und Gallerien ins Netz gestellt. Die Website macht einen bedeutend besseren Eindruck als der Trailer, den RTL II derzeit im TV ausstrahlt, und bei dem der verhältnismäßig unwichtige Polizist Matt Parkmann im Mittelpunkt steht.

Bei Heroes geht es um bislang normale Menschen, die unabhängig voneinander feststellen, dass sie besondere Fähigkeiten haben. Also so ähnlich wie die X-Men, nur ohne bunte Kostüme. Die schnell und immer wieder überraschend erzählte Geschichte, begeisterte im vergangenen Jahr die US-Zuschauer, und darüber hinaus, mehr noch als Serie wie Lost oder Prison Break.

Prison Break startet schwach

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 19. September 2007 von Thomas Arndt

Die dritte Staffel der amerikanischen Action-Serie Prison Break ist in den USA zu Beginn dieser Woche schwach gestartet. Das berichtet der US-Dienst TV Envy. Lediglich 7 Millionen Zuschauer sahen demnach die erste Folge der dritten Staffel beim US Broadcaster ABC. Vielleicht sind die amerikanischen Zuschauer ja enttäuscht über den Ausstieg von Sarah Wayne Callies (Dr. Sara Tancredi), deren Rolle am Ende der zweiten Staffel rätselhaft bleibt.

Damit kommen schwere Zeiten auf Prison Break zu. Denn in der kommenden Woche tritt die Serie gegen “Dancing with the Stars” und “Mother” an. Hoffen wir, dass es trotzdem weiter geht, und es auch die dritte Staffel noch bis zu RTL schafft. Bei RTL gehts im Anchluss an das erste Staffel-Finale direkt am 4. Obtober allerdings erstmal mit der 2. Staffel weiter.