Thomas Kausch geht zu arte

Ein Beitrag zum Themengebiet Mattscheibe, geschrieben am 24. August 2007 von Thomas Arndt

Thomas Kausch war bislang Moderator bei Sat.1. Doch der Sender hat sich entschieden, bestimmte informative Programmformate einzustellen,, bleibt aber trotzdem Vollprogramm.

Trotz dieser Entwicklungen hat sich Kausch nun offenbar entschieden den Sender zu wechseln. In Zukunft wird Kausch beim öffentlich-rechtlichen TV-Sender arte zu sehen sein. Wie FAZ.net jetzt berichtet, wird Kausch dort die Themenabende moderieren.

„Die Idee der Themenabende am Dienstag, sich ausführlich mit Fragen des aktuellen Zeitgeschehens aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zu befassen, hat mich schon immer fasziniert, weshalb ich mich sehr über diese neue Herausforderung freue“, sagte Thomas Kausch der Zeitung.

Ich glaube, vom Spartensender Sat.1 zu einem öffentlich-rechtlichen Programm zu wechseln ist ein ziemlicher Karrieresprung. Alles Schlimme hat doch immer etwas Gutes, zumindest für Kausch in diesem Fall.

Royal gegen Sarkozy live im Internet

Ein Beitrag zum Themengebiet Netzwelten, Mattscheibe, geschrieben am 30. April 2007 von Thomas Arndt

Darüber, dass arte sich verstärkt im Bereich des Videostreamings oder auch des Pay-TV Video on demand engagieren will, hatte ich bereits berichtet. Vorbildlich ist jetzt jedoch der Ansatz, das Fernsehduell zwischen den französischen Präsidentschaftskandidaten live im Internet zu übertragen. Wer sehen will, wie sich die Sozialistin Ségolène Royal und der Konservative Nicolas Sarkozy vor der Stichwahl duellieren, der kann das am Mittwoch, 2. Mai ab 21 uhr bei arte tun.
Arte sendet übrigens mit einer deutschen Simultanübersetzung und das Duell soll noch weitere sieben Tage auf der Homepage des Senders verfügbar sein.

Update 2. Mai: Auf Phoenix lief das Duell jetzt auch, ebenfalls mit deutscher Simultan-Übersetzung, und im Gegensatz zu arte im Stream wohl auch ohne Zeitverzögerung, wie Jens in seinem Blog berichtet.

arte-Chef: “Pay-TV” ist reiner Service

Ein Beitrag zum Themengebiet Medienrauschen, geschrieben am 26. April 2007 von Thomas Arndt

Gottfried Langenstein, Präsident des TV-Senders arte, hat in einem Interview mit dem Evengelischen Pressedienst (epd) bekräftigt, dass sein Haus kein öffentlich-rechtliches Pay-TV plant.
Die Vermutung allerdings liegt nahe, da arte neben einem kostenfreien Video on demand-Angebot zukünftig eigene Inhalte auch zum kostenpflichtigen Download anbieten will. Kosten soll der Spaß 0.99 Cent bis 3.99 Euro. Dieses Angebot vergleicht Langenstein mit dem “seit Urzeiten” bestehendem Service, Mitschnitte verpasster Sendungen gegen Entgeld bei den Sendern zu bestellen. Tatsächlich erinnerte artes Service allerdings eher an ein kommerzielles Projekt, denn an reinen Service: Die Dateien sind digital geschützt (DRM) und vernichten sich nach dem Aufruf innerhalb von 48 Stunden selbst. Das konnte die gute alte VHS-Kassette nicht.
“Das Aufkommen aus dieser Gebühr wird langfristig bestenfalls unsere Selbstkosten tragen. Wir wollen damit kein Geld verdienen, sondern einen Service anbieten”, bestärkt Langenstein gegenüber dem epd jedoch seine Position.